Transparenzregister: Beschwerden aus dem Rheinland haben zum Teilerfolg beigetragen

Bild von Ro Ma auf Pixabay

Das Transparenzregister verliert zumindest teilweise seinen Schrecken für die Sportvereine. Die von der Bundesregierung geplante Eintragungspflicht für Vereine ab 2022 ist vom Tisch. Eine Befreiung von den Gebühren für die Führung des Transparenzregisters muss lediglich noch für die Jahre 2021 bis 2023 beantragt werden. Hierzu werden die Vereine bis 31. März 2022 automatisch aufgefordert und erhalten ein entsprechendes Formular. Die Befreiung kann schriftlich oder elektronisch erfolgen. Bis zum 30. Juni 2022 wird auch eine rückwirkende Antragstellung für 2021 möglich sein. Ab 2024 wird die Befreiung automatisch über das bis dahin eingeführte Zuwendungsempfängerregister erfolgen. „Das bürokratische Monster konnte durch die große Welle der Beschwerden von Landessportbünden und die Briefe von etlichen Sportvereinen auch aus dem Rheinland an ihre regionalen Bundestagsabgeordneten weitestgehend eingefangen werden. Nicht gelungen ist es, die Gebühren komplett von den Vereinen abzuwenden. Die rückwirkenden Gebühren für 2017 – 2020 werden bei den Vereinen verbleiben und sind zu zahlen. Hier war die Politik zu keinem Einlenken bereit. Insofern ist es ein Erfolg, ja, aber eben nur ein Teilerfolg“, erklärt SBR-Geschäftsführer, Martin Weinitschke.

Noch im April hatte der Sportbund Rheinland all seine Mitgliedsvereine aufgerufen ihre Bundestagsabgeordneten einen Brief zu senden, in dem die Bedenken und Befürchtungen des organisierten Sports niedergeschrieben waren, sollte des Transparenzregister ohne Erleichterungen für die Sportvereine von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

„Es hat sich gezeigt, dass wir – die Sportvereine und der Sportbund – gemeinsam einen gewichtigen Einfluss haben können und mit unserer Aktion zumindest erreicht haben, dass das Bürokratiemonster Transparenzregister in Zukunft für die Vereine keine Rolle mehr spielen wird.“, hebt Weinitschke die SBR-Initiative hervor, die Mitglieder des Bundestages durch die SBR-Vereine anzuschreiben. „Wir haben einige positive Rückmeldungen erhalten und darüber auch gemerkt, welchen Parlamentariern die Unterstützung ihrer Vereine vor Ort am Herzen liegt. Dazu sagen wir ausdrücklich Danke.“ Dass die Stimme des Sports zukünftig nicht schweigen, sondern weiter gestärkt werde, ist sich der Geschäftsführer des Sportbundes Rheinland sicher.

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