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Geht Rheinland-Pfalz baden?

Insgesamt 214 Schwimmbäder* in Rheinland-Pfalz locken die Besucher*innen Jahr für Jahr in die Becken. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt gibt es sogar deutlich mehr Freibäder. Auch bei den Schulschwimmhallen liegt die Zahl in unserem Bundesland etwas höher als der Durchschnitt. So vielversprechend sich diese Werte anhören, gilt an vielen Stellen leider das Sprichwort: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“
Foto: Barbara Fuhrmann

Die Schwimmbadlandschaft in Rheinland-Pfalz sei, wie David Profit, Präsident des Deutschen Schwimm-Verbandes und Vorsitzender des SF Gimbsheim, erklärt, stark wellengeprägt. Angefangen habe der Ausbau vor allem in den 1970er Jahren. Um Touristen anzulocken und die klammen Kassen zu füllen habe man damals vor allem in beliebten Regionen zahlreiche Freibäder gebaut. „Alle diese Bäder sind jetzt ziemlich in die Jahre gekommen“, so Profit. 

Gleichzeitig blieben im Laufe der Jahre Neubauten sowie eine notwendige Sanierungswelle Ender der 1990er Jahre allerdings aus: „Die Kommunalfinanzen waren zu dieser Zeit einfach miserabel.“ Die Folgen bekomme man laut Profit nun deutlich zu spüren: „Die Kommunen stehen nun erneut mit dem Rücken an der Wand und überlegen, Bäder zu schließen.“ Gerade weil Bäder „Teil unserer Identität“ seien, drohe mit jeder Schließung ein erheblicher Verlust für die Regionen.

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