Auf allen Ebenen unterwegs
Seit der Gründung des Sportbundes Rheinland steht erstmals eine Frau an der Spitze des Sportbundes Rheinland. Die bisherige SBR-Vizepräsidentin Breiten- und Freizeitsport, Monika Sauer, übernahm die Amtsgeschäfte von Fred Pretz, der aus privaten Gründen vorzeitig sein Amt niedergelegt hatte. Wir unterhielten uns mit Monika Sauer über ihre ersten Erfahrungen und Eindrücke in ihrer neuen Rolle.

Herzlichen Glückwunsch, Frau Präsidentin! Dies ist wohl der Satz, den Sie in den ersten Tagen Ihrer Amtszeit in welcher Form auch immer am meisten vernommen haben.
Das stimmt wohl. Unmittelbar nach der Mitgliederversammlung und auch danach ist so einiges auf mich eingestürmt. Dazu zählen natürlich auch die vielen Glückwünsche, für die mich auch an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte. Doch mittlerweile ist schon eine gewisse Normalität eingekehrt. Ich kenne das Geschäft ja schließlich schon seit längerem, wenn auch aus einer anderen Perspektive. Schließlich gehöre ich dem SBR-Präsidium schon seit 1998 an.
Was waren Ihre ersten Amtshandlungen?
Obwohl ich im Haus Sportes wahrlich keine Unbekannte bin, war es mit wichtig, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle zusammen zu kommen. Sie sollten erfahren, was mich antreibt, Präsidentin des Sportbundes Rheinland zu sein, wie ich mein Amt auszufüllen gedenke und wie ich mir gemeinsam mit Geschäftsführer Martin Weinitschke und den weiteren Mitarbeitern unsere Zusammenarbeit im Team vorstelle. Außerdem haben wir uns im Präsidium in wesentlichen Fragen auf eine gemeinsame Marschrichtung verständigt. Mit Innen- und Sportminister Roger Lewentz habe ich mich im Haus des Sportes in Koblenz bereits zu einem ersten Gedankenaustausch getroffen.
Eine Woche nach Ihrer Wahl schlüpften Sie in eine andere Rolle auf der Mitgliederversammlung des Landessportbundes. In Ihrer Funktion als SBR-Präsidentin gehören Sie gleichzeitig auch dem LSB-Präsidium als Vizepräsidentin an. Wie erlebten Sie diese Versammlung?
Ich freue mich, dass mit Jochen Borchert aus Vallendar der Vizepräsident Leistungssport wieder aus dem Rheinland kommt. Seine überzeugende Vorstellung bei der Mitgliederversammlung und das darauffolgende sehr gute Wahlergebnis zeigen, dass er der Richtige auf diesem Posten ist. Ansonsten hat die LSB-Mitgliederversammlung – wie übrigens auch die unsrige – die Baustellen zu Tage gefördert, die es in Zukunft zu bearbeiten gilt. Dazu zählt unter anderem die öffentliche Darstellung und Wahrnehmung des Sportes sowie an oberster Stelle dessen Finanzierung. Hier geht es vor allem um die finanzielle Ausstattung der Vereine und Fachverbände angesichts ihrer vielfältigen Aufgaben. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, hat in diesem Zusammenhang bei der LSB-Mitgliederversammlung treffende Worte gesprochen. Unter andrem charakterisierte er Sportvereine als „soziale Tankstellen“ und in dieser Form als einzigartig in der Vereinslandschaft.
In vielen Interviews nach Ihrer Wahl haben Sie immer wieder das Motto des Sportbundes Rheinland „Wir bewegen Menschen“ erwähnt. Dieser Slogan wurde bereits vor rund 15 Jahren ins Leben gerufen.
„Wir bewegen Menschen“ Das bedeutet, der organisierte Sport leistet ein Vielfaches mehr, als das Bereitstellen von Sportangeboten. Sport ist gleichzeitig auch Sozial- und Gesundheitspolitik. Als Dienstleister für die Sportvereine und Fachverbände sind wir als SBR-Geschäftsstelle und auf Funktionärsebene dafür da, Rahmenbedingungen für den organisierten Sport in seiner Gesamtheit bereitzustellen und wenn notwendig auch zu optimieren. Daher werde ich als SBR-Präsidentin einen sehr intensiven Dialog mit den Sportvereinen und den Fachverbänden pflegen.
Das Gespräch führte Wolfgang Höfer
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