"Viel Kraftstoff für den Tank!"
Der ehemalige Arbeits- und Sozialminister sowie Vizekanzler im ersten Kabinett von Angela Merkel, Franz Müntefering, wird den Eröffnungsvortrag beim Infotag Seniorensport des Sportbundes Rheinland am Samstag, 17. September, in Mülheim-Kärlich halten.

Das Thema lautet: „Gesundes älter werden - eine Herausforderung in unserer Zeit zunehmender Langlebigkeit“. Müntefering erfüllt dies auch persönlich mit Leben. So ist er seit 2015 Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Für den Landessportbund Nordrhein-Westfalen ist er als Botschafter in Sachen Seniorensport unterwegs. Wir sprachen mit Franz Müntefering über sein Leben im „Unruhestand“.
Nach einer einzigartigen und wechselvollen politischen Karriere setzen Sie sich auch im fortgeschrittenen Alter nicht zur Ruhe. Warum haben Sie sich zum Vorsitzenden der BAGSO wählen lassen?
Es gab Ermutigung und Empfehlung dafür. Das Thema interessiert mich, aber nicht erst jetzt und die Frage bleibt spannend: Wie wollen wir leben. Heute, morgen, übermorgen und was können wir Älteren dazu beitragen, dass das gelingt, für alle Generationen? Ich habe die Aufgabe in der BAGSO also gern übernommen.
Der Sport hat in Ihrem Leben immer eine bedeutende Rolle gespielt. Im LSB Nordrhein-Westfalen sind Sie Botschafter der Initiative „Bewegt älter werden in NRW“. Was waren die Motive für dieses Engagement?
Mir ist seit Langem klar, dass Lebensqualität einen engen Bezug zur Bewegung hat. Je nach Leistungsfähigkeit, aber doch generell in allen Lebensphasen. Und: Die Bewegung des Körpers ernährt auch das Gehirn. Außerdem trifft man im Sport, zumal im Verein, auf Menschen. Da verbinden sich Bewegung und Begegnung. Beides ist wichtig, lebenslang, aber eben auch im Älterwerden und -sein. Der LSB NRW hat mich mit seiner Arbeit an diesem Thema überzeugt. Und so bin ich gern in der Aktion mit dabei.
Welche Erfahrungen haben Sie in Begegnungen mit Sportvereinen gemacht? Sind diese in Sachen Seniorensport für die Zukunft gerüstet?
Unterschiedlich. Manche sind top. Da muss man den dringenden Bedarf erst gar nicht lange erklären, auch nicht die Chancen, die sich damit für unsere Sportvereine selbst verbinden. Andere haben Einsicht, aber Nachholbedarf in der Praxis. Es fehlen zum Beispiel Ehrenamtliche, die Aufgaben übernehmen. Aber mit Sport und Bewegung anzufangen, dazu ist es nie zu spät. Und der Bedarf wächst ja weiter. Die Baby-Boomer-Generation ist jetzt etwa im Alter zwischen 50 bis 65. Im Jahr 2030 sind sie zwischen 65 und 80, mehr als ein Drittel der Gesamtgesellschaft ist dann 65plus. Und wenn nur einige ein paar Stunden pro Woche investieren, lässt sich das alles organisieren. Mehr Schultern tragen mehr.
Was können die Teilnehmer des „13. Infotag Seniorensport“ von Ihrem Vortrag erwarten?
Hoffentlich viel Kraftstoff für den Tank!
Die Fragen stellte Wolfgang HöferInfos und Anmeldungen:
Programm und Anmeldungen zum Infotag Seniorensport finden Sie hier.
Weitere Infos:
Benno Müller
Telefon: 0261/135-129
E-Mail: benno.mueller[at]sportbund-rheinland.de
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Nach einer einzigartigen und wechselvollen politischen Karriere setzen Sie sich auch im fortgeschrittenen Alter nicht zur Ruhe. Warum haben Sie sich zum Vorsitzenden der BAGSO wählen lassen?
Es gab Ermutigung und Empfehlung dafür. Das Thema interessiert mich, aber nicht erst jetzt und die Frage bleibt spannend: Wie wollen wir leben. Heute, morgen, übermorgen und was können wir Älteren dazu beitragen, dass das gelingt, für alle Generationen? Ich habe die Aufgabe in der BAGSO also gern übernommen.
Der Sport hat in Ihrem Leben immer eine bedeutende Rolle gespielt. Im LSB Nordrhein-Westfalen sind Sie Botschafter der Initiative „Bewegt älter werden in NRW“. Was waren die Motive für dieses Engagement?
Mir ist seit Langem klar, dass Lebensqualität einen engen Bezug zur Bewegung hat. Je nach Leistungsfähigkeit, aber doch generell in allen Lebensphasen. Und: Die Bewegung des Körpers ernährt auch das Gehirn. Außerdem trifft man im Sport, zumal im Verein, auf Menschen. Da verbinden sich Bewegung und Begegnung. Beides ist wichtig, lebenslang, aber eben auch im Älterwerden und -sein. Der LSB NRW hat mich mit seiner Arbeit an diesem Thema überzeugt. Und so bin ich gern in der Aktion mit dabei.
Welche Erfahrungen haben Sie in Begegnungen mit Sportvereinen gemacht? Sind diese in Sachen Seniorensport für die Zukunft gerüstet?
Unterschiedlich. Manche sind top. Da muss man den dringenden Bedarf erst gar nicht lange erklären, auch nicht die Chancen, die sich damit für unsere Sportvereine selbst verbinden. Andere haben Einsicht, aber Nachholbedarf in der Praxis. Es fehlen zum Beispiel Ehrenamtliche, die Aufgaben übernehmen. Aber mit Sport und Bewegung anzufangen, dazu ist es nie zu spät. Und der Bedarf wächst ja weiter. Die Baby-Boomer-Generation ist jetzt etwa im Alter zwischen 50 bis 65. Im Jahr 2030 sind sie zwischen 65 und 80, mehr als ein Drittel der Gesamtgesellschaft ist dann 65plus. Und wenn nur einige ein paar Stunden pro Woche investieren, lässt sich das alles organisieren. Mehr Schultern tragen mehr.
Was können die Teilnehmer des „13. Infotag Seniorensport“ von Ihrem Vortrag erwarten?
Hoffentlich viel Kraftstoff für den Tank!
Die Fragen stellte Wolfgang HöferInfos und Anmeldungen:Programm und Anmeldungen zum Infotag Seniorensport finden Sie hier.
Weitere Infos:
Benno Müller
Telefon: 0261/135-129
E-Mail: benno.mueller[at]sportbund-rheinland.de
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