Zurück zur alten Stärke!

Pandemiefolgen sind Thema beim Sportkreistag Cochem-Zell / Einstimmiges Votum für Scheid und Oster
Edwin Scheid (2.v.l.) und Jannik Oster (2.v.r.) präsentieren sich mit SBR-Präsidentin Monika Sauer und SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke als neue Doppelspitze im Sportkreis Cochem-Zell. Foto: W. Höfer

Edwin Scheid bleibt für weitere vier Jahre Sportkreisvorsitzender des Sportkreises Cochem-Zell. Die bisher vakante Position des stellvertretenden Sportkreisvorsitzenden übernimmt in Personalunion Sportkreisjugendwart Jannik Oster. Der Sportkreistag in Lutzerath votierte in zwei getrennten Wahlgängen jeweils einstimmig für diese Doppelspitze im kleinsten Sportkreis des Sportbundes Rheinland mit seinen 18.561 Mitgliedern in 113 Vereinen

Überrascht zeigte sich vor allem Jannik Oster von dieser Wendung im Verlauf des Sportkreistages. Hatte er doch als Sportkreisjugendwart und Clubmanager des Golfclubs Cochem den Vereinsvertretern ein einzigartiges Projekt vorgestellt. So kooperiert der Golfclub mit acht Schulen im Landkreis, um den Schüler*innen die Freude am Golfen zu vermitteln. „Wir bewegen mittlerweile 120 Kinder. Das bedeutet einen großen organisatorischen Aufwand, der sich jedoch für den Club und die Schulen lohnt. Die Kinder haben jede Menge Spaß und die Schulen unterstützen das Projekt ihren Möglichkeiten entsprechend“, berichtete Oster, der auch eine Jugendleiter-Ausbildung bei der Sportjugend Rheinland absolviert hat. Beindruckt von diesem Engagement wurde Jannik Oster als Kandidat für den stellvertretenden Sportkreisvorsitz vorgeschlagen.

Darüber hinaus stand der Sportkreistag unter dem Eindruck der Folgen der Corona-Pandemie für die Sportvereine. Es müsse alles darangesetzt werden, verlorene Mitglieder wieder in die Vereine zurückzuholen, appellierte Scheid in seinem Rechenschaftsbericht an die Vereine. Dies betreffe alle Altersgruppen. Nicht nur Kinder und Jugendliche, besonders auch ältere Menschen hätten unter der Pandemie gelitten.

In diesem Zusammenhang legte die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, den Vereinen das landesweite Förderprogramm „Comeback der Bewegung“ ans Herz, das mit 2 Millionen Euro ausgestattet ist und nachhaltige Effekte für die Vereins- und Mitgliederentwicklung erzielen soll. Gefördert werden unter anderem Vereinsaktionen zur Mitgliedergewinnung sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Trainer*innen und Übungsleiter*innen. Für jedes Mitglied, das in dem Aktionszeitraum dem Verein beitritt, erhält der Verein zudem 15 Euro. Neun außergewöhnliche Aktionen mit „Leuchtturmcharakter“ werden darüber hinaus mit jeweils bis zu 10.000 Euro unterstützt. „Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen“, sagte Sauer. „Wir müssen alles daransetzen, unsere alte Stärke zurückzugewinnen.“

Von einem Wiedererwachen des Vereinslebens im Sportkreis berichteten sowohl Scheid als auch Oster. So könne man derzeit einen Run auf das Sportmobil des Sportbundes Rheinland feststellen. Das neu ausgestattete Sportmobil wird überwiegend für Vereins- und Sportfeste ausgeliehen

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