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Wie Karl aus Versehen Vereinsvorsitzender wurde.

Karl ist Vereinsvorsitzender. Also eigentlich war das nicht geplant, aber als beim letzten Grillfest jemand „Freiwillige vor!“ rief, stand Karl gerade auf, um eine Bratwurst zu holen. Seitdem ist er Vorsitzender.

Karl leitet den Sportverein „Eintracht Durcheinander 08“. Und Karl hat große Pläne: mehr Mitglieder, neue Trikots, moderne Homepage, ganz viel Teamgeist. Nur hat Karl leider keine Ahnung, wie das alles funktioniert.

Karl und die Führung

Karl glaubt, ein guter Vorsitzender erkennt man daran, dass er alles selbst macht. Schließlich weiß ja sonst keiner, wie es richtig geht. Er beantwortet also Mails, organisiert Turniere, bestellt Würstchen, schickt Mahnungen, schreibt Pressemitteilungen und mäht nebenbei noch den Rasen.

Die anderen Vorstandsmitglieder? Dürfen zugucken. Wenn jemand eine Idee hat, sagt Karl: „Gute Idee, machen wir anders.“

Nach zwei Monaten sind die Trainer genervt, der Jugendwart schweigt passiv-aggressiv im WhatsApp-Chat und Karl wundert sich, warum niemand mehr in den Vorstandssitzungen lächelt.

Merke: Gute Führung heißt, andere machen lassen, nicht alles an sich reißen.

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