Susanne Bayer führt Sportkreis Westerwald

Olaf Röttig legt nach zwei Jahren sein Amt nieder / Rückblick auf eine Krisenzeit
Flankiert von Olaf Röttig (l.) und SBR-Präsidentin Monika Sauer (r.) präsentiert sich der neue Vorstand des Sportkreises Westerwald mit der Vorsitzenden Susanne Bayer, Stellvertreter Hans-Werner Rörig (2.v.r.) und Timo Candrix (Kreisbeauftragter für das Deutsche Sportabzeichen). Foto: W. Höfer

Die bisherige Kreisjugendwartin im Sportkreis Westerwald, Susanne Bayer, rückt in die erste Reihe auf. Sie wurde auf dem Sportkreistag in Westerburg einstimmig zur neuen Sportkreisvorsitzenden gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Olaf Röttig an, der nach zweijähriger Amtszeit nicht mehr kandidierte. Hans-Werner Rörig wurde von den Vereinsvertretern als stellvertretender Sportkreisvorsitzender einmütig im Amt bestätigt.

„Was waren das für zwei Jahre!“ Mit diesen Worten begann Olaf Röttig seinen Rückblick auf eine Zeit, die ausschließlich von der Bewältigung der Corona-Pandemie bestimmt war. Das Virus hat auch im Sportkreis Westerwald Spuren hinterlassen, wie aus dem Rechenschaftsbericht von Röttig hervorging. So beklagen die Sportvereine einen Mitgliederschwund von 5,44 Prozent. „Unser größtes Problem ist dabei der Kinder- und Jugendbereich“, stellte Röttig fest. Der Rückgang in der Altersklasse bis 6 Jahre betrage 15 Prozent und im Bereich 7 bis 14 Jahre 9,3 Prozent. Röttig appellierte an die Sportvereine, ihr Augenmerk besonders auf den Kinder- und Jugendsport zu legen und dabei neue Ideen- und Angebotsformen zu entwickeln.

Auf diesem Sektor sei der Sportkreis Westerwald sehr gut aufgestellt, was nicht zuletzt auf die engagierte Arbeit der Kreisjugendwartin Susanne Bayer zurückzuführen sei. „Deshalb kann ich sie mit gutem Gewissen als meine Nachfolgerin vorschlagen“, sagte Röttig an die Delegierten gewandt. Bei seinem Amtsantritt sei Susanne Bayer für ihn als mögliche Sportkreisvorsitzende noch nicht erkennbar gewesen. Dies habe sich im Verlauf einer zweijährigen intensiven Zusammenarbeit mit dem gesamten Sportkreisvorstand geändert.

Röttig bedankte sich bei den Sportvereinen sowie den Kommunen und Behörden für eine sehr gute Zusammenarbeit in der Krisenzeit. Die Sportvereine hätten die Bauprogramme intensiv genutzt und in die Zukunft investiert, die Kommunen hätten ihre Förderungen vollumfänglich aufrechterhalten. „Dies unterstreicht die große gesellschaftliche Bedeutung, die dem Sport zurecht zugeschrieben wird“, sagte Röttig.

Die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, stellte dies in ihrer Ansprache auch in Bezug auf die Landesgelder für den organisierten Sport fest. „Nach jahrelangen Kürzungen können wir erstmals wieder mit Zuwächsen rechnen. Auch für die Jahre 2023/2024 wurden uns vom Innenministerium mehr Haushaltsmittel zugesichert“, sagte Sauer.

Die SBR-Präsidentin warb besonders für die Teilnahme der Sportvereine an der landesweiten Kampagne „Comeback der Bewegung“, die im Sommer starten soll. „Hierfür stehen zwei Millionen Euro zur Verfügung. Diese Gelder sollen nachhaltig eingesetzt werden“, sagte Sauer. Als Beispiele nannte sie die Förderung der Ausbildung von Übungsleiter*innen sowie die Unterstützung von Kampagnen und Veranstaltungen zur Mitgliedergewinnung von Sportvereinen.

Der neuen Sportkreisvorsitzenden Susanne Bayer wünschte Sauer viel Erfolg in ihrer Arbeit und neue Impulse für den organisierten Sport. Mit Susanne Bayer ist es nun der zweite von 16 Sportkreisen im SBR, der unter weiblicher Führung steht.

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