Stabwechsel im Sportkreis Altenkirchen

Amtsübergabe im Sportkreis Altenkirchen: Nach zwölf Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Sportkreisvorsitzender sieht Dr. Michael Weber die Zeit reif für einen Wechsel und macht seine Ankündigung von vor vier Jahren wahr, den Sportkreisvorsitz in andere Hände zu legen. Sein Nachfolger wird der amtierende Kreisjugendwart Benjamin Limper, der auf dem Sportkreistag in Wissen einstimmig gewählt wurde. Ebenso einmütig votierten die rund 35 anwesenden Vereinsvertreter für die Wiederwahl des stellvertretenden Sportkreisvorsitzenden Michael Wäschenbach.
Dank für 12 Jahre Sportkreisvorsitzender. Monika Sauer zeichnet Dr. Michael Weber mit der Silbernen Ehrennadel des Sportbundes Rheinland aus. Foto: W. Höfer

Ein Kuriosum beim Sportkreistag: Weder Limper noch Wäschenbach waren anwesend. Limper wegen eines positiven Coronatests und Wäschenbach aus kurzfristig beruflichen Gründen, wie im Verlauf der Versammlung bekannt wurde.

Dass Corona die Arbeit und das Engagement der Sportkreisvorsitzenden nicht ausbremste, ging auch aus dem Rechenschaftsbericht von Weber hervor. Sämtliche Fördertöpfe des organisierten Sportes konnten voll ausgeschöpft und ein Förderantrag teils gegen Bedenken und Widerstände aus dem Mainzer Innenministerium durchgesetzt werden. „Bei der Verteilung der Mittel versuchte ich sowohl den Proporz der Sportarten als auch der einzelnen Verbandsgemeinden des Sportkreises im Blick zu haben. Das waren manchmal harte Entscheidungen“, erläuterte Weber.

Als besonders streitbar zeigte sich Weber, als er gegen die Umsetzung der Corona-Verordnung zu Felde zog und einen Erfolg für seine Sportvereine im Kreis Altenkirchen errang. So erklärte das Amtsgericht zu dem betreffenden Zeitpunkt eine generelle Schließung von Sportanlagen als rechtswidrig mit der Folge, dass unter bestimmten Auflagen wieder Sport ausgeübt werden durfte.

Schließlich zog Weber eine positive Bilanz aus seiner Zeit als Sportkreisvorsitzender.  „Ich hatte sehr viele interessante Begegnungen, interessierte Gespräche und traf auf viele motivierte Ehrenamtler in den Vereinen. Ich sehe den Sportkreis Altenkirchen gut aufgestellt“, sage Weber auch mit Blick auf seinen 40 Jahre alten Nachfolger aus Hachenburg, der vielfältig auf Vereins- und Verbandsebene engagiert ist.

Die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, dankte Michael Weber für sein großes Engagement zum Wohle des Sportkreises und würdigte diese Leistung mit der Verleihung der silbernen SBR-Ehrennadel.

In ihrer Ansprache bezeichnete Sauer die Gewinnung engagierter Ehrenamtler für die Vereine und Verbände als eine große Zukunftsaufgabe. „Wir dürfen die Ehrenamtlichen nicht mit Aufgaben überfrachten, die sie schließlich überfordern“, sagte Sauer. So wolle man im SBR-Präsidium das Ressortprinzip aufgeben und gleichzeitig Perspektiven aufzeigen, wie man das Hauptamt mit der Übertragung von zusätzlicher Verantwortung stärken könne. Dazu werde man eine erste Satzungsänderung auf der Mitgliederversammlung am Samstag, 25. Juni, in Ochtendung vorlegen.

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