Artikel merken

Sportmilliarde: Tempo bei der Sanierung von Sportstätten erhöhen

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) und die Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen begrüßen die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, erste Projekte aus der sogenannten Sportmilliarde zu bewilligen. In der nun freigegebenen ersten Tranche profitieren 14 Projekte in Rheinland-Pfalz mit einem Gesamtfördervolumen von rund 17,5 Millionen Euro. Damit fließen erstmals gezielt Bundesmittel in die Modernisierung und Weiterentwicklung der sportlichen Infrastruktur im Land.
Foto: AdobeStock/Viktorija

"Das ist ein wichtiges und richtiges Signal für den Sport in Rheinland-Pfalz“, erklärt Rudolf Storck, Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. „Die geförderten Projekte zeigen, welches Potenzial in der Sportmilliarde steckt – gerade für unsere Städte und Gemeinden sowie für unsere Vereine vor Ort.“

Gleichzeitig macht der LSB-Präsident deutlich, dass diese Mittel lediglich ein Startpunkt sein können. Der Sanierungsstau bei Sportstätten allein in Rheinland-Pfalz beläuft sich nach aktuellen Schätzungen auf rund 1,5 Milliarden Euro. In den Wahlforderungen des organisierten Sports im Rahmen der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wird ein verbindlicher Sportstättensanierungsplan gefordert, der nachhaltig und planbar Abhilfe schafft.

Mit Blick auf das Sondervermögen des Bundes unterstreichen LSB und Sportbünde die Notwendigkeit, den Anteil von Land und Kommunen rasch und sichtbar wirksam werden zu lassen. Das Sondervermögen basiert auf geliehenen Mitteln. Daraus erwächst die klare Verpflichtung zu einem verantwortungsvollen und sparsamen Umgang.

„Die Menschen müssen sehen, dass an ihren Sporthallen, Schwimmbädern und Plätzen etwas passiert“, so Storck weiter. „Wer über gesellschaftlichen Zusammenhalt spricht, muss dort investieren, wo er täglich gelebt wird – im Sportverein vor Ort.“

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz appelliert an Bund, Land und Kommunen, die nun begonnene Förderlinie konsequent auszubauen und Verfahren zu beschleunigen. Nur so kann die Sportmilliarde zu dem wirksamen Instrument werden, das der Sport und die Gesellschaft dringend brauchen. Dass die Menschen vor Ort hinter den Aussagen der Sportbünde stehen, zeigt die Entwicklung des Offenen Briefes an die Teilnehmer der laufenden Koalitionsgespräche. In der ersten Woche haben bereits über 400 Entscheider*innen aus rheinland-pfälzischen Sportvereinen und Sportinteressierte mit Ihrer Unterschrift der Notwendigkeit für mehr Investitionen in den Sport Nachdruck verliehen.

Die Projekte und Fördersummen in Rheinland-Pfalz

  • Arzfeld (Sanierung des Kunstrasenplatzes): 280.665,70 Euro
  • Eisenberg (Sanierung des Waldschwimmbades): 2.139.835,50 Euro
  • Hof/Westerwald (Sanierung des Kunstrasenplatzes): 487.709,43 Euro
  • Koblenz (Ersatzneubau der Haupttribüne im Stadion Oberwerth): 8.000.000 Euro
  • Simmern-Rheinböllen (Sanierung der Turnhalle der Rottmannschule in Simmern): 651.948,57 Euro
  • Wörth am Rhein (Sanierung des Stadions): 1.573.866,91 Euro
  • Dieblich (Ersatzneubau einer Sportfreianlage mit Funktionsgebäude): 1.458.826,39 Euro
  • Pfaffen-Schwabenheim (Sanierung und Erweiterung des Sportplatzes): 425.429,60 Euro
  • Pirmasens (Sanierung des Kunstrasenplatzes des MTV 1873): 607.500,00 Euro
  • Puderbach (Sanierung des Kunstrasenplatzes in Urbach): 292.500,00 Euro
  • Rengsdorf-Waldbreitbach (Sanierung des Kunstrasenplatzes in Roßbach): 288.750,00 Euro
  • Vordereifel (Sanierung der Schulsportanlage der Realschule in Nachtsheim): 361.696,65 Euro
  • Wittlich (Sanierung der Sportanlage im Sportzentrum): 281.295,00 Euro
  • Wörrstadt (Sanierung der Mehrzweckhalle in Udenheim): 562.500,00 Euro
Zurück