SBR-Hauptausschuss stellt Weichen für die Zeit nach Corona

Die Zeichen stehen auf Neuanfang im organisierten Sport. Dies war auch der Tenor der jüngsten Hauptausschusssitzung des Sportbundes Rheinland. Die Vertreter der Fachverbände und die Sportkreisvorsitzenden trafen sich coronabedingt zwar noch im virtuellen Raum, doch der Wunsch nach Zusammenkünften in Präsenzform war allerorten spürbar.

Gleichzeitig stellte der Hauptausschuss aber auch die Weichen dafür, Krisen künftig angemessen begegnen zu können. Entscheidungswege sollen verkürzt werden, digitale Abstimmungsverfahren rechtlich abgesichert sein, Kompetenzen kurzfristig übertragen und finanzielle Spielräume genutzt werden können. Kurzum: Satzungsänderungen, die bereits die SBR-Mitgliederversammlung abgesegnet hatte, wurden nun in die entsprechenden Verordnungen übertragen. Dabei gab es keinen Diskussionsbedarf, die jeweiligen Entscheidungen fielen einstimmig oder mit sehr großer Mehrheit. Auch der Bericht zum Haushaltsnachweis 2020 von SBR-Vizepräsident Finanzen, Fritz Langenhorst, wurde zustimmend zur Kenntnis genommen.

So dankte denn auch die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, den Mitgliedern des Hauptausschusses für die gute Zusammenarbeit in den Monaten der Pandemie. „Die Verbände und Vereine haben mit Einfallsreichtum und kreativen Ideen die Zeit gut überstanden“, sagte Sauer in der Hoffnung, dass es keine Rückschläge für die Vereinsarbeit mehr geben werde und weitere Öffnungsschritte für den Wettkampf- und Trainingsbetrieb folgen.

Sauer appellierte ebenso wie SBR-Geschäftsführer, Martin Weinitschke, die Kinder- und Jugendarbeit nun verstärkt in den Fokus zu nehmen. „Die geburtenstarken Jahrgänge kommen auf die Vereine zu. Dies wird die Nachfrage verändern. Diese Chance gilt es zu nutzen“, sagte Weinitschke. In diesem Zusammenhang warb Weinitschke für die DOSB-Kampagne „Support Your Sport“. Diese sei für die Vereine und Verbände gut nutzbar und könne helfen, verlorene Mitglieder zurückzugewinnen.

Veränderungen stehen in naher Zukunft auch bei den Sportbünden im Land an. Die Digitalisierung werde auf allen Ebenen weiter fortschreiten, zeigte sich Weinitschke sicher. Um diesem Prozess nicht zu gefährden, brauche es ein Vielfaches mehr als die vom Land zugesagten 100.000 Euro. Die Umsetzung der Organisationsanalyse des rheinland-pfälzischen Sportes sieht der SBR-Geschäftsführer hingegen auf einem guten Weg. Die Gespräche zwischen den Sportbünden auf Geschäftsführer-Ebene seien sehr konstruktiv. Es gehe darum, Schnittstellen in der Zusammenarbeit zu benennen, Aufgabenbereiche neu zu definieren um damit auch Zeit und Ressourcen zu sparen.

Präsidentin Sauer kündigte an, das Thema „Organisationsanalyse“ in einer Klausurtagung mit dem SBR-Präsidium zu behandeln und den Hauptausschuss über die weitere Entwicklung zu informieren.

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