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Offener Brief des organisierten Sports RLP zu den Koalitionsverhandlungen für eine neue Landesregierung

Kurzfassung des Offenen Briefs des organisierten Sports – vertreten durch den Landessportbund Rheinland-Pfalz und die regionalen Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen
Den offenen Brief unterzeichnet haben (v.l.) Karin Beckhaus (LSB-Vizepräsidentin), Asmus Kaufmann (Geschäftsführer Sportbund Pfalz), Monika Sauer (Präsidentin Sportbund Rheinland), Klaus Kuhn (Präsident Sportbund Rheinhessen), Thorsten Richter (Vorstand Sportbund Rheinhessen), Rudolf Stork (LSB-Präsident und Präsident Sportbund Pfalz), Walter Desch (LSB-Vizepräsident), Claudia Altwasser (LSB-Vizepräsidentin).

Mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen erinnert der Sport die CDU und SPD an ihre eigenen Wahlprogramme und fordert, zugesagte Maßnahmen nun verbindlich im Koalitionsvertrag zu verankern. Hintergrund ist die große gesellschaftliche Bedeutung des Sports mit 1,4 Mio. Mitgliedschaften im Land und die Notwendigkeit, zentrale Zukunftsfragen endlich strukturell anzugehen.

Kernanliegen sind:

  1. Mehr politische Sichtbarkeit durch mindestens eine eigene Abteilung für Sport in der Staatskanzlei – mit klaren Zuständigkeiten, ausreichendem Personal und verlässlichem Budget.
    Die CDU hat sogar eine*n Staatssekretär*in ausdrücklich zugesagt.
     
  2. Ein „Sanierungsplan 2030“ zur Bewältigung des Sanierungsstaus von rund 1,5 Mrd. Euro bei Sportstätten – basierend auf einem vollständigen Sportstättenatlas. 
    Die CDU fordert hierfür ein dauerhaft ausgestattetes Landesprogramm.
     
  3. Ein gezieltes Schwimmbadinvestitionsprogramm, das sichere Schwimmfähigkeit für alle Kinder ermöglicht und ein wettkampftaugliches 50-Meter-Hallenbad in Rheinland-Pfalz schafft.
    CDU und SPD bekennen sich beide zur Priorität im Schwimmbadbau und zu vereinfachten Förderwegen.
     
  4. Faire Entlohnung von Trainer*innen im Leistungssport nach tarifähnlichen Bedingungen, um verlässliche Arbeitsbedingungen und Planungssicherheit zu schaffen. 
    Beide Parteien betonen die Bedeutung angemessener Bezahlung und besserer Rahmenbedingungen.
     
  5. Bürokratieabbau für Vereine und Ehrenamt, damit Verantwortliche sich auf die Sportarbeit konzentrieren können.
    CDU und SPD versprechen vereinfachte Verfahren, digitale Prozesse und klare Ansprechpartner.

Der Sport mahnt an, dass diese Wahlversprechen entscheidend sind, um Rheinland-Pfalz für Breiten-, Nachwuchs- und Leistungssport attraktiv zu halten. Nur so können junge Talente im Land bleiben und langfristig sportliche Spitzenleistungen entstehen.

Die Sportbünde fordern im Koalitionsvertrag klare, verbindliche Weichen für einen starken, handlungsfähigen und modernen Sport in Rheinland-Pfalz zu stellen – im Interesse der Vereine, der Ehrenamtlichen und der gesamten Bevölkerung.

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