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Monika Sauer bleibt Präsidentin des Sportbundes Rheinland

SBR-Mitgliederversammlung: Sport fordert Politik zu Taten auf!
Foto: Sportbund Rheinland/Dominik Stuntz

Mit klaren Forderungen an die Politik, wichtigen Beschlüssen für die Zukunft des organisierten Sports und personellen Weichenstellungen hat die Mitgliederversammlung des Sportbundes Rheinland (SBR) in Ochtendung ein deutliches Zeichen gesetzt.

Den Auftakt der Versammlung bildete eine von SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke geleitete Talkrunde mit dem neuen Staatssekretär des Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien, Torsten Welling, und dem Präsidenten des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, Rudolf Storck. Welling erläuterte den Stellenwert des Sports für die neue Landesregierung und erklärte, warum mit belastbaren Fortschritten erst 2027 zu rechnen sei. Storck wiederum machte deutlich, dass der organisierte Sport Ergebnisse nachdrücklich einfordern werde, denn „Zurückhaltung hat sich nicht bewährt.“

Sportpolitische Erfolge

In ihrem Bericht blickte Präsidentin Monika Sauer unter anderem auf die sportpolitischen Aktivitäten der vergangenen Monate zurück. Viele Forderungen des organisierten Sports seien im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung verankert. „Schließlich geht es nun darum, mit der neuen Landesregierung eine neue sportpolitische Grundlage zu erarbeiten und Stück für Stück niedergeschriebene Ziele in die Tat umzusetzen“, betonte Sauer. Dabei machte die Präsidentin deutlich, dass sich die politische Anerkennung des Sports künftig auch in konkreten finanziellen Entscheidungen widerspiegeln müsse: „Wenn die Bedeutung und die Wichtigkeit des Sports politisch formuliert wird, dann muss auch die Förderung diese Wichtigkeit zeigen.“

Einstimmig verabschiedeten die rund 150 Delegierten die Jahresabschlüsse 2024 und 2025 sowie die Haushaltspläne für die Jahre 2026 und 2027. Ebenso einstimmig fiel die Entscheidung über die Anpassung des Mitgliedsbeitrags von bislang 70 auf künftig 95 Cent pro Mitglied aus. Die Erhöhung berücksichtigt insbesondere die allgemeine Kostenentwicklung, die künftig im Beitrag enthaltenen Kosten für das Verbandsmagazin SPORT Rheinland-Pfalz sowie weitere bisher gesondert berechnete Leistungen. Trotz dieser Veränderungen bleibt der neue Beitrag unter den tatsächlich kalkulierten Kosten.

Drei neue Mitglieder im SBR-Präsidium

Bei den turnusgemäßen Wahlen bestätigten die Delegierten Monika Sauer einstimmig als Präsidentin des Sportbundes Rheinland im Amt. Ebenfalls wiedergewählt wurden die beiden Vizepräsidenten Michael Maxheim und Claudia Altwasser. Neu in das Präsidium gewählt wurden Ferdinand Benner (67) aus Boppard, Thomas Hombach (54), Vorsitzender der SG Westerwald, sowie Marco Schütz (57) aus Altenkirchen, Vizepräsident des Fußballverbandes Rheinland. Dem Präsidium gehören darüber hinaus Geschäftsführer Martin Weinitschke sowie der Vorsitzende der Sportjugend Rheinland, Felix Horbach, an.

Zu den emotionalen Höhepunkten der Mitgliederversammlung zählten die besondere Ehrung für Walter Desch, der nach 28 Jahren aus dem Präsidium ausschied. Für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement wurde er mit dem Ehrenbrief des Sportbundes Rheinland ausgezeichnet. Desch dankte allen, die ihn in seiner langen Karriere im organisierten Sport begleitet hatten und bat darum, den Sport weiterhin als Grundinstitution für Gemeinsamkeit, Vertrauen und Leistungsbereitschaft zu verstehen. Darüber hinaus wählten ihn die Delegierten einstimmig zum Ehrenmitglied des SBR. Ebenfalls zum Ehrenmitglied wurde in Abwesenheit Fritz Langenhorst gewählt, der nach 20 Jahren im Präsidium nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Mit ihren Beschlüssen und Wahlen stellte die Mitgliederversammlung die Weichen für die Arbeit des organisierten Sports im Rheinland der kommenden Jahre. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass der organisierte Sport seine durch die öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten im Umfeld der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gestärkte politische Position nutzen will, um die Interessen seiner Vereine und Verbände mit noch mehr Nachdruck zu vertreten und die gesetzten Ziele gemeinsam mit Vertretern der Politik auf kommunaler Ebene und auf Landesebene umzusetzen.

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