Forum: Strategiemuffel Sportverein – handeln Vereine zu kurzsichtig?

Es besteht kein Zweifel. Studien, Analysen und Experten betonen immer wieder: die strategische Ausrichtung ist ein besonders wichtiger Faktor für die erfolgreiche Entwicklung eines Sportvereins. Man sollte also meinen, dass Vereine aus diesem Grund vorausschauend und systematisch agieren. Doch genau das Gegenteil ist häufig der Fall. Unabhängig davon ob man den städtischen Großsportverein oder den kleinen Einspartenverein betrachtet - in der Vereinspraxis erlebt man erschreckend wenig Vereine, die langfristig planen, sich nicht nur auf das operative Tagesgeschäft beschränken, ein Leitbild definiert haben oder sogar einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Bei „Strategie im Verein“ heißt es also: Fehlanzeige.
Foto: LSB RLP / iStock / stereostok

In diesem Herbst stellt der SBR im Rahmen seines Forums also die provokante Frage: Sind Vereine wirklich „Strategiemuffel“? Man will diesem vermeintlichen Widerspruch zwischen Notwendigkeit und gelebter Vereinspraxis auf den Grund gehen. Eine mögliche These ist, dass eventuell gar keine Notwendigkeit dazu besteht. Oder dass schlichtweg die Ressourcen fehlen, es also mehr ein „Nicht Können“ als ein „Nicht Wollen“ ist.

Prof. Lutz Thieme von der Hochschule Koblenz wird in seinem Impulsvortrag auf diese und weitere Thesen eingehen. In einer sich anschließenden Podiumsdiskussion werden gemeinsam mit Vertretern des organisierten Sports weitere Perspektiven eingebracht.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden des Forums wird auch darüber diskutiert werden, welche Auswirkungen die vermeintliche strategische Schwäche der Sportvereine z.B. auf Verbände hat. Und ob möglicherweise durch die fehlende Innovationskraft langfristig auch die Attraktivität für das Engagement im organisierten Sport leidet. Viele gute Gründe also, sich für das Forum am 4. November (18 bis 20 Uhr) anzumelden und damit gleichzeitig selbst einen ersten Schritt Richtung „Strategischem Handeln“ zu machen.

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