Fachverbände sehen dringenden Handlungsbedarf in Sachen Schwimmbäder

Die Situation in den Schwimm- und Tauchvereinen hat sich in den letzten Jahren dramatisch zugespitzt. Die kommunalen Bäder sind marode, für die Sanierung fehlt das Geld. Die Vereine stellt das vor immer größer werdende Probleme: „Es fehlen schlicht die Kapazitäten – neben den Zeiten, die für Schulen und private Nutzung der Bäder vorgesehen sind, bleiben viele Vereine auf der Strecke“, beklagte Dr. Ulrich Döhner vom Landesverband Sporttauchen im Rahmen des Treffens der Fachverbände im Sportbund Rheinland (SBR). Das Problem liege nicht zuletzt darin begründet, dass Schwimmbäder zu den freiwilligen Leistungen der Kommunen zählen und eben dort sei ihnen eisernes Sparen auferlegt worden, erläuterte Frank Puchtler, Vizepräsident des Turnverbandes Mittelrhein und zugleich Landrat des Rhein-Lahn-Kreises. Im Nachbarland Hessen sei das Thema in speziell dafür einberufenen Zusammenkünften zwischen Sport und Kommunen thematisiert worden – in manchen Fällen habe man gemeinsame Lösungsansätze gefunden. Auf Basis einer bereits erfolgten Abfrage zur Situation der Schwimmbäder unter den Sportkreisvorsitzenden, vorhandenen Erhebungsdaten der Hochschule Koblenz und den Erfahrungswerten, die man in Hessen abfragen werde, solle nun auch für das nördliche Rheinland-Pfalz eine Strategie entwickelt werden.

Darüber hinaus erläuterte SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke die Herausforderungen für den organisierten Sport während der Corona-Krise. Er begrüßte es, dass der Sport zuletzt bei der Politik in dieser Sache mehr Gehör gefunden hat. So konnte auf die vorletzte Corona-Verordnung im Sinne des Sports Einfluss genommen werden. In Zukunft müsse man dafür sorgen, dass die Regeln für Vereine möglichst einfach und nachvollziehbar blieben.  Auch zu der mit dem Ministerium ausgehandelten Erhöhung der Mittel für das Haushaltsjahr 2022 und den Stand der Umsetzung der Organisationsanalyse für den rheinland-pfälzischen Sport berichtete Weinitschke.

SBR-Präsidentin Monika Sauer legte ihren Fokus auf die Aufgaben des Sportbundes infolge der Flutkatastrophe im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie dankte nochmals ausdrücklich allen Fachverbänden und Vereinen für das bisherige Engagement für die betroffenen Vereine in den Flutgebieten und kündigte weitere Hilfsaktionen in den bevorstehenden Wintermonaten an.

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