Eine Arena für Sportler und Künstler
Sie gehört zur Stadt Koblenz wie der Kaiser am Eck oder die Festung auf dem Ehrenbreitstein. Sie ist Magnet für Kulturliebhaber und Sportbegeisterte gleichermaßen. Die Conlog Arena, früher schlicht "Sporthalle Oberwerth“ genannt, hat mittlerweile 25 Jahre „auf dem Buckel“ – ein Jubiläum, das Rückblick erfordert und nach Ausschau verlangt.

Als am 18. Januar 1992 das Bauwerk mit einer großen Sportgala ihrer Bestimmung übergeben wurde, machte sich die Stadt Koblenz zu ihrem 2000. Geburtstag ein Geschenk, das die Sport- und Kulturlandschaft in der Region bis heute prägt. Unvergessen das erste Konzert, eine einmalige Aufführung der Rheinischen Philharmonie mit einem über 100-köpfigen Chor. 4000 Besucher lauschten der 8. Sinfonie von Gustaf Mahler und waren stolz auf ihre Sporthalle.
Kultur und Sport in der Großsporthalle – eine Konstellation, die in den nächsten Jahren für den Bestand des 30 Millionen D-Mark teuren Bauwerkes von Bedeutung sein sollte, aber auch intern immer wieder für Diskussionen und Spannungen sorgte. Größen wie Udo Jürgens, die Backstreet Boys und Herbert Grönemeyer sorgten für volle Ränge ebensowie DFB Hallen-Bundesliga-Masters, DHB Supercups, eine Fecht-Weltmeisterschaft, die jährlichen Gymmotions oder wie zuletzt das ATP Challenger Turnier.
Mit im Boot waren von Beginn der Landessportbund Rheinland-Pfalz und der Sportbund Rheinland. Galt es doch, dem Leistungssport in der Region Koblenz mit einer Großsporthalle neue Impulse zu geben. Dies geschieht bis heute weniger durch Großveranstaltungen, es spiegelt sich vielmehr im Hallenalltag wider. Bereits 1997 beherbergte die Sporthalle Oberwerth Stützpunkte unter anderem für Leichtathletik, Volleyball, Rhythmische Sportgymnastik, Fußball und Basketball. Heute wird die Halle vornehmlich von der Leichtathletik, der Rhythmischen Sportgymnastik, den Trampolinturnern sowie vom Basketball, Handball und Tischtennis fürs Training genutzt.
„Um den Sportlern kostenlos Trainingsmöglichkeiten bieten zu können, muss die Halle kommerziell in Form von Kulturveranstaltungen genutzt werden“, sagt der Geschäftsführer der Sporthalle Oberwerth GmbH, Volker Herb. Dabei gelte als Vorgabe für die Vermarktung „zwei Drittel für den Sport, ein Drittel für sonstige Veranstaltungen“. Eine Mischung, die offensichtlich stimmt: „Die Halle ist jeden Tag belegt“, bilanziert Herb. Die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, ist auch ihren Funktionen als langjähriges Stadtratsmitglied sowie als aktuell stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Sporthalle Oberwerth GmbH bestens mit der Geschichte der Conlog Arena vertraut. „Die Sporthalle ist für den Leitungs- als auch für den Breitensport im Norden von Rheinland-Pfalz unverzichtbar geworden. Neben Training und Wettkämpfen werden auch viele Lehrgänge der Fachverbände in der Halle durchgeführt“, sagt Sauer.
Mit der Sanierung des Stadions Oberwerth würden sich die Bedingungen für den Sport nochmals verbessern. Passend zum Jubiläum wurde die Conlog Arena fit für die Zukunft gemacht. Für mehr als zwei Millionen Euro wurden neue Zuschauertribünen installiert, das Dach saniert und die Technik erneuert. Auch der Laufboden in der Sprinthalle wurde ausgewechselt, um unter anderem so hoffnungsvollen rheinländischen Athleten wie Celina Leffler (SSC Koblenz-Karthause) und Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) adäquate Trainingsmöglichkeiten vor der Haustür zu bieten.
Wolfgang Höfer
ZurückTermine
-
01.12.2025
- 31.03.2026
Lizenz-Bezuschussung beantragen -
04.03.2026
Sportkreistag Vulkaneifel -
25.03.2026
Sportkreistag Ahrweiler -
13.04.2026
Sportkreistag Cochem-Zell





