Den Wiederaufbau gemeinsam beschleunigen

Zehn Monate nach der Flut: Sportbund Rheinland lädt Sportvereine zu einem digitalen Dialog
Es hakt an allen Ecken und Enden: Auch der Wiederaufbau der Tennisanlage des TC Bad Bodendorf wird sich noch hinziehen. Foto: SBR

Zehn Monate nach der Jahrhundertflut im nördlichen Rheinland-Pfalz hakt es in Sachen Wiederaufbau der Sportstätten noch an vielen Ecken und Enden. Dies war der vorherrschende Eindruck bei einem digitalen Dialog, zu dem der Sportbund Rheinland (SBR) betroffene Sportvereine geladen hatte. „Vieles schreitet nicht so schnell voran, wie wir uns dies im Sport gewünscht haben“, fasste dann auch SBR-Präsidentin Monika Sauer die Gemütslage zusammen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Baurechtliche Vorschriften und offene Förderfragen wurden sowohl vom SBR als auch den Sportvereinsvertretern in dem knapp zweistündigen Austausch mit rund 30 Teilnehmenden immer wieder als Hindernisse identifiziert.

Neben diesen Themen war auch der Wunsch einer verbesserten Kommunikation mit Behörden und Ämtern im Rahmen des Wiederaufbaus ein zentrales Anliegen der Sportvereine. Denn offenbar nicht in allen Kommunen findet ein regelmäßiger Austausch mit den Vereinen zum Wiederaufbau statt. Teilweise lägen keine Informationen vor, wie der Sachstand überhaupt ist. Auch zur Antragsstellung erhalten Vereinsvertreter nach eigenem Bekunden oftmals widersprüchliche Aussagen.

Peter Michaeli, Sportkreisvorsitzender im Eifelkreis Bitburg-Prüm, regte daher eine Infoveranstaltung für die Kommunen an, um über die Einordnung und Behandlung der Sportvereine im Rahmen des Wiederaufbaufonds zu informieren. „Wir werden uns für eine Verbesserung des Informationsaustausches zwischen allen Beteiligten in den Projekten vor Ort einsetzen“, sicherte die stellvertretende SBR-Geschäftsführerin Susanne Weber zu.  Gemeinsam mit dem Institut für Sportstättenentwicklung Trier und der Hochschule Koblenz berät der SBR bereits seit einigen Monaten in fachlichen Fragen.

Präsidentin Monika Sauer versprach den Vereinsvertretern, dass der SBR sich auch weiterhin für die Belange der Sportvereine beim Wiederaufbau einsetzen werde. Dieses Vorhaben könne jedoch nur in einem Schulterschluss mit allen Beteiligten gelingen. Gleichzeitig appellierte sie an die Sportvereine, auch tatsächlich Unterstützung in Anspruch zu nehmen. So hilft der SBR seinen Mitgliedern bei der Beantragung von Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds und stellt Spendengelder für den Wiederaufbau zur Verfügung.

Alle Fragen und die dazughörigen Antworten zu Antragsstellung und Förderung finden Sie hier.

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