Britt Gutmann wird erste Sportkreisvorsitzende im Sportbund Rheinland

Manfred Diehl tritt in die zweite Reihe / Einstimmige Entscheidungen beim Sportkreistag Koblenz
Einstimmig: In Abwesenheit wird Britt Guttmann unter der Wahlleitung von SBR-Präsidentin Monika Sauer zur neuen Sportkreisvorsitzenden im Sportkreis Koblenz gewählt. Sie ist damit die erste Sportkreisvorsitzende in der Geschichte des Sportbundes Rheinland. Foto: W. Höfer

Erstmals in der fast 75-jährigen Geschichte des Sportbundes Rheinland wird ein Sportkreis von einer Frau angeführt. Der Sportkreistag Koblenz wählte Britt Gutmann einstimmig zur Sportkreisvorsitzenden. Dieser „historische Moment“, wie es SBR-Präsidentin Monika Sauer formulierte, fand jedoch ohne die Hauptakteurin statt. Britt Gutmann war kurzfristig aus familiären Gründen verhindert, wie es der noch amtierende Vorsitzende Manfred Diehl unmittelbar vor der Wahl verkündete.

Die neue Sportkreisvorsitzende ist im Sportkreis Koblenz keine Unbekannte, fungierte sie doch bisher als Vertreterin von Manfred Diehl, der künftig den Part von Gutmann einnehmen wird. Diesen Rollentausch billigte der Sportkreistag einstimmig in zwei getrennten Wahlgängen.

Diehl hob in seinem Rechenschaftsbericht besonders jene Momente hervor, in denen er Kontakte zu den rund 100 Sportvereinen im Sportkreis hatte. Sei es in beratender Funktion im Sportstättenmanagement oder bei den zahlreichen Ehrungen und Jubiläen, bei denen die große Bedeutung des Ehrenamtes im organisierten Sport zum Ausdruck komme. „Allein in Koblenz haben wir 400-mal die Sportehrennadel verliehen, dahinter verbergen sich 15.000 Jahre ehrenamtliches Engagement. Danke für die vielen großartigen Stunden und die große Kameradschaft, die ich in all der Zeit erleben durfte“, sagte Diehl, der nach 14 Jahren Sportkreisvorsitz die Zeit gekommen sieht, in die zweite Reihe zu treten.

Dass der organisierte Sport derzeit vor großen Herausforderungen steht, brachte SBR-Präsidentin Monika Sauer in ihrer Ansprache zum Ausdruck. „Die Vereine leiden noch immer unter den Folgen der Pandemie. Die Mitglieder kehren nur allmählich in die Sportvereine zurück, viele Übungsleiter haben sich umorientiert und werden künftig fehlen“, berichtete Sauer auch aus ihrer Erfahrung als Vorsitzende der CTG Koblenz. Um diesen Trend entgegenzuwirken, habe man mit dem Landessportbund entsprechende Förderungen aufgelegt. „Diese Programme sollen nachhaltig in den Vereinen wirken. Nutzen Sie diese Möglichkeiten!“, appellierte Sauer an die Vereinsvertreter.

Gleichzeitig warb die Präsidentin für die Teilnahme an der SBR-Mitgliederversammlung am 25. Juni in Ochtendung. Hier stünden Entscheidungen an, die Ausfluss der Organisationsanalyse des rheinland-pfälzischen Sportes seien. „Wir wollen das Ehrenamt entlasten, indem wir das Ressortprinzip im Präsidium abschaffen.“ Dazu werde man eine Satzungsänderung zur Abstimmung vorlegen. Schon in absehbarer Zeit solle dem Hauptamt auf der SBR-Geschäftsstelle zusätzliche Verantwortung übertragen werden und das Präsidium als Aufsichtsrat fungieren. Entsprechende Beschlussvorlagen kündigte Sauer für die SBR-Mitgliederversammlung 2024 an.

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