Sportministerkonferenz schafft mehr Klarheit bei der Auslegung des Infektionsschutzgesetzes

Bei der Auslegung des Infektionsschutzgesetzes gab es einige Unklarheiten, insbesondere stellte sich die Frage, was konkret unter Individualsportarten zu verstehen ist. Die Sportministerkonferenz stellte nunmehr klar, dass hierunter die individuelle Sportausübung im Rahmen der vorgegebenen Kontaktbeschränkungen gemeint ist. Die individuelle Sportausübung ist nicht an bestimmte Sportarten gebunden. Insoweit wäre individuelles Training auch in Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball, Volleyball, Basketball (Lauftraining, Athletiktraining, Techniktraining, Konditionstraining, Taktiktraining, Schuss/Wurf-Training, Torwarttraining etc.) auch für Personen über 13 Jahre allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand erlaubt.

Entscheidend ist daher die kontaktfreie Sportausübung und nicht die Sportart. Diese Auslegung kann auch auf die Regelungen der 19. Corona Bekämpfungsverordnung für Inzidenzen unter 100 angewendet werden. Geklärt wurde auch, ob und in welcher Form zulässige Gruppen parallel auf Anlagen trainieren können und ob ein Übungsleiter mehrere Gruppen parallel anleiten kann. Die FAQ zum Sportbetrieb wurden entsprechend aktualisiert:

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Noch nicht geklärt ist die Frage der vorgeschriebenen Testung der Übungsleiter aus dem Infektionsschutzgesetz. Das Infektionsschutzgesetz fordert, dass das negative Testergebnis gegebenenfalls den zuständigen Behörden vorgelegt werden muss. Derzeit befindet sich in Klärung, wie dies im Rahmen von Selbsttest erfolgen kann. Der Sportbund Rheinland setzt sich hier gemeinsam mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz für eine unbürokratische und pragmatische Lösung ein.