19. Corona-Bekämpfungsverordnung sorgt weiter für Flickenteppich

Mit Kritik und Unverständnis reagieren der Landessportbund Rheinland Pfalz (LSB) und die Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen auf die 19. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes im Zuge der Notbremse des Bundes. „Insbesondere die strengere Ausrichtung der 19. CoBeLVO in Rheinland gegenüber der sogenannten Bundes-Notbremse ist für den Sport nicht hinnehmbar“, kritisiert LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick in einer gemeinsamen Presseerklärung.

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Der strengere rheinland-pfälzische Sonderweg für den Sport tue mit Blick auf die anderen Bundesländer zum wiederholten Mal besonders weh. So sei Individualsport – zum Beispiel das Tennisspielen – in der Halle erst erlaubt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Auch die wiederholte Missachtung der Minimalforderung aus dem Sport – der LSB und die Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen fordern seit mehreren Wochen die Zulässigkeit sportlicher Betätigung kleiner, aber altersunabhängiger Gruppen im Freien – sei nicht nachvollziehbar.

Verärgert zeigt sich der organisierte Sport auch darüber, dass sein Hinweis nicht aufgenommen wurde, im Bereich Mannschaftssport Training in individualisierten und in kontaktfreien Bewegungsaufgaben zuzulassen. „Wir fordern von der Politik in Rheinland-Pfalz, den Sportler*innen nach vielen Monaten und großer Geduld endlich eine der Pandemie angemessene Perspektive für den Vereinssport zu liefern“, sagt LSB-Präsident Bärnwick. „Der Sport muss zwingend als Teil der Lösung der Pandemie betrachtet werden, sonst wird die derzeitige Bewegungslosigkeit ein großer Teil künftiger Probleme werden.“

Die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, begrüßt die gemeinsame Erklärung der Sportbünde. „Mit der 19. Corona-Bekämpfungsverordnung haben wir weiterhin einen Flickenteppich, was die einheitliche bundesweite Sportausübung betrifft. Dafür trägt die Landesregierung die Verantwortung“, sagt Sauer. Diese Ungleichbehandlung müsse umgehend aufgehoben werden.

Nach Aussage von SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke ist die Basis angesichts der undurchsichtigen und unklaren Regelungen zunehmend in Aufruhr. Die „Sportler*innen in den Vereinen können nicht mehr nachvollziehen, was gerade mit ihnen geschieht“, sagt Weinitschke. Er verweist dabei auf die vielen Studien, die belegen, dass Sport nicht als Pandemietreiber angesehen werden sollte.

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