Liebe Vorstände in den Sportvereinen und Fachverbänden,

wir bedanken uns für die zahlreiche Beteiligung über das digitale Meldesystem an der Befragung zur finanziellen Situation der rheinland-pfälzischen Vereine aufgrund der Corona-Krise. Die Befragung, an der sich knapp 800 Vereine beteiligten, diente als Grundlage für die Gespräche des Landessportbundes mit der Landesregierung im Hinblick des abzuschätzenden Umfangs eventuell notwendiger Hilfen.

Mittlerweile hat das Land Rheinland-Pfalz ein Soforthilfe-Programm für in Existenznot geratene Vereine Programm „Schutzschild für Vereine“ zugesagt. Da die von den Vereinen und Verbänden bei der Umfrage gemachten Angaben keine Antragstellung darstellen – hierauf hatten wir auf der Homepage deutlich hingewiesen – können ab sofort Vereine und Verbände, deren Existenz bedroht ist, einen konkreten Antrag stellen.


Hier sind die Unterlagen hinterlegt:


Bitte lesen Sie hierzu zunächst die Richtlinien, denen Sie entnehmen können, ob Ihr Verein/Verband antragsberechtigt ist. Kurz zusammengefasst:

  • Ihr Verein muss ein bzw. eine gemäß § 52 der Abgabenordnung (AO) als gemeinnützig anerkannter Verein sein und seinen Sitz in Rheinland-Pfalz haben.
  • Ihr Verein darf nicht umsatzsteuerpflichtig sein
  • Sofern eine wirtschaftliche Tätigkeit (im Sinne Pkt. 1 Abs. 6 der Richtlinien zum Programm „Schutzschild für Vereine“) besteht, Ihr Verein also umsatzsteuerpflichtig ist, müssen vorrangig die Bundeszuschüsse aus dem „Corona-Sofort-Hilfe-Programm für kleine Unternehmen und Soloselbständige“ bei der Investitions- und Strukturbank (ISB) beantragt werden (https://isb.rlp.de/corona-soforthilfe.html). Für die Förderfähigkeit von Vereinen im Rahmen dieses ISB-Programms ist ausschlaggebend, ob der Verein wirtschaftlich durchgängig am Markt als Unternehmen tätig ist. Sofern der Verein trotz Umsatzsteuerpflicht keine Soforthilfe aus diesem Programm erhält, ist er berechtigt, Soforthilfen aus dem Programm „Schutzschild für Vereine“ zu beantragen.
  • Ihr Verein muss nachweisen, dass Liquiditätsengpässe infolge der Corona-Pandemie zu Insolvenz und damit Existenzbedrohung führen und diese nicht bereits vor dem 11. März 2020 eingetreten sind.

Das herauszufinden und zu prüfen, dafür trat das Ministerium des Innern und für Sport nun an den Landesportbund und die drei Sportbünde heran. Diese haben sich bereit erklärt, die Prüfung anhand strikt festgelegter Richtlinien und Kriterien des Landes zu übernehmen. Ob es zu weiteren Hilfen zur Sicherung der mittel- und langfristigen Funktions- und Leistungsfähigkeit der Vereine kommen wird, ist derzeit nicht absehbar.

Konkret können insolvenzbedrohte Sportvereine und regionale Fachverbände den Antrag ab 4. Mai, auf den Internetseite des Sportbundes Rheinland online ausfüllen, anschließend ausdrucken und rechtsverbindlich unterschrieben diesem zusenden.

Existenzgefährdete Landesfachverbände melden ihren Bedarf über das gleiche Antragsformular. Bitte füllen Sie den Antrag zunächst online aus, drucken diesen dann aus und leisten Ihre rechtsverbindliche Unterschrift (nach BGB 26). Anschließend senden Sie den Antrag per Post (gem. Richtlinie des Landes) an den Landessportbund Rheinland-Pfalz, Abteilung Finanzen, Rheinallee 1, 55116 Mainz.

Zur Beschleunigung der Antragsbearbeitung können Sie den Antrag zusätzlich per Mail senden an fibu(at)lsb-rlp.de. Wenn Sie als Landesfachverband noch weitere Fragen haben, stellen Sie diese bitte per E-Mail an fibu(at)lsb-rlp.de.

Wir wünschen Ihnen persönlich und Ihrem Verein alles Gute!

Monika Sauer, Präsidentin
Martin Weinitschke, Geschäftsführer

Sollten Sie weitere Fragen haben, ist Ihre Ansprechpartnerin:
Barbara Berg
Tel.: 0261 135-145
E-Mail: corona-hilfe[at]sportbund-rheinland.de