DOSB und LSB fordern Schutzschirm für Sportvereine

Der DOSB, der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) und die weiteren 15 Landessportbünde appellieren gemeinsam an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, die Sportvereine und Sportverbände in der Corona-Krise schnell mit einem Schutzschirm in ihrem Fortbestand zu sichern. Die gemeinwohlorientierten Sportorganisationen sind eine starke Säule Deutschlands und stehen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Miteinander ein.

Fortbestand Sportvereine und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern

Diese Säule darf gerade in diesen Zeiten nicht ins Wanken geraten, ohne staatliche Unterstützung wird dies jedoch nicht überall gelingen. Die Folgen für das Zusammenleben, für psychische und physische Gesundheit, Inklusion, Integration und Lebensqualität wären unabsehbar.

Die 90.000 Sportvereine sind das Fundament des gesamten Sportsystems in Deutschland. Ihre Verbände übernehmen wichtige Aufgaben durch Beratung und Förderung von Vereinen, Programm- und Projektentwicklung sowie bei der Organisation des Sportbetriebs. Die Vereine wollen nach der Pandemie ihre Angebote und gesellschaftlichen Wirkungen schnell wieder ihren Mitgliedern anbieten. Dazu müssen wir sie nun schützen, denn im Gegensatz zu Unternehmen dürfen Vereine nur geringfügig Rücklagen bilden, welche für eine solche Herausforderung nicht ausgelegt sind.

Solidarität in der Sportfamilie mit Unterstützung durch Regierungen und Verwaltungen

Besonders stark durch die Krise betroffen sind auch die Übungsleiter, Trainer und Athleten, denen die Vereine eng verbunden sind. Ohne sie lässt sich der Sportbetrieb in Deutschland nicht mehr weiterführen. Durch die Unterbrechung von Training und Wettkämpfen sind viele Vereine und Verbände in eine schwierige ökonomische und organisatorische Schieflage geraten. Von jetzt auf gleich sind Einnahmen durch Eintrittsgelder, Verpachtung, Sponsoring, Verkauf von Speisen und Getränken u.a. nahezu ersatzlos weggebrochen. Gleichzeitig laufen Personal- und Betriebskosten weiter und im Veranstaltungsbetrieb bleiben hohe Forderungen bestehen.

Den finanziellen Einbruch im organisierten Sport können weder regionale noch nationale Sportverbände ausgleichen, da sie beispielsweise durch die Unterbrechung ihrer Bildungsarbeit und die Absage unzähliger Veranstaltungen selbst enorme Einnahmeausfälle zu verzeichnen haben.

Der DOSB und die 16 LSB appellieren daher zum einen an die eigenen Mitglieder, ihrem Verein den Rücken zu stärken, Mitglied zu bleiben und so die Solidarität der Sportgemeinschaft zu zeigen.

Zum anderen appellieren DOSB und LSB an Regierungen und Verwaltungen in Bund und Ländern, Maßnahmen zu einem Schutzschirm für den Sport zusammenzufügen. Das betrifft die Weiterführung von Zuwendungsprogrammen, die Unterstützung beim Betrieb der Sportinfrastruktur und auch einen solidarischen Förderfonds in bedarfsgerechter Höhe für Sportvereine in Not.

Ehrenamt stützen

Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel ehrenamtlich Engagierte, Übungsleiter/innen, Trainer/innen und Athlet/innen bundesweit ihr Aufgabengebiet im Sportverein der aktuellen Situation unauf-gefordert angepasst haben. Sie organisieren zum Beispiel Nachbarschaftshilfe, erledigen Einkäufe für Ältere und unterstützen vielfältig über ihre lokalen Netzwerke. Elvira Menzer-Haasis, Vorsitzende Konferenz der LSB, betont: „Die Sportvereine- und verbände zeigen erneut, dass das Motto „SPORT-DEUTSCHLAND- Mehr als Sport“ gerade in schweren Zeiten seine tiefe Bedeutung und Wirksamkeit zeigt!

In diesem Sinne wird der DOSB als Dachorganisation des organisierten Sports in Deutschland den in der vergangenen Woche eingeleiteten Dialog mit der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag fortführen.