Wie Senioren im Verein voll auf ihre Kosten kommen

Der Seniorensport ist wichtiger Baustein eines erfolgreichen Vereinskonzeptes. Ältere Menschen wollen nicht zum „alten Eisen“ zählen, setzen sich sportliche Ziele und wollen auch im betagten Alter ein selbstbestimmtes Leben führen.

Sie freuen sich auf ihre neue Aufgabe im Verein: 20 Teilnehmer erhielten nach einem dreitägigen Lehrgang den Seniorenberaterausweis. Foto: W. Höfer

Auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels animiert der Sportbund Rheinland seine 3.100 Vereine, einem attraktiven Seniorensport einen entsprechenden Stellenwert einzuräumen. Hier ein Überblick über die SBR-Initiativen der letzten Wochen:

Der FSV Trier-Tarforst darf sich mit dem Prädikat „Seniorenfreundlicher Sportverein“ schmücken. Die entsprechende Auszeichnung überreichte SBR-Präsidentin Monika Sauer dem FSV- Vorsitzenden Werner Gorges. Zum Seniorensportangebot des Vereins zählt unter anderem Nordic-Walking, Fitness, Gymnastik, Boule und ein wöchentlicher Kaffee-Nachmittag. Mit Elfie Schwarz hat der FSV eine kompetente Übungsleiterin und eine Seniorenberaterin. Beide Ausbildungen absolvierte Elfie Schwarz beim Sportbund Rheinland.

Weitere 20 neue Seniorenberaterinnen und Seniorenberater hat der Sportbund Rheinland kürzlich ausgebildet. Deren Aufgabe ist es, dafür einzutreten, dass Programme für eine gesunde Lebensführung auch über den Sport hinaus im Verein angeboten werden. Lehrgangsinhalte sind unter anderem Einblick in die Ergotherapie, Gedächtnistraining, Ernährungsgrundlagen für Senioren, Motorik und Koordination im Alter, Umgang mit Verlust und Trauer und Organisation von Veranstaltungen. Der dreitägige Lehrgang im Koblenzer Haus des Sportes endete mit der Übergabe der Seniorenberater-Ausweise.

Der Sportbund Rheinland unterstützt die Initiative des Kreises Mayen-Koblenz „Bewegung in die Dörfer“, an der sich bereits 30 Kommunen beteiligen. Bei dem ersten „Kreisweiten Bewegungstreffen“ im Polcher Forum mit mehr als 250 Teilnehmern forderte SBR-Präsidentin Monika Sauer mehr Gemeinsamkeit von Jung und Alt in Form von „Mehrgenerationenspielplätzen“ mit Geräten für Senioren und Kinder. Im praktischen Teil der Veranstaltung zeigte unter anderem SBR-Referentin Jutta Richter, wie schwierig es ist, mit einem Rollator Hindernisse zu überwinden - zum Beispiel in Form einer Bordsteinkante.

Infos:
Ihr Verein will ein „Seniorenfreundlicher Sportverein“ werden? Sie interessieren sich für eine Ausbildung zum Übungsleiter im Seniorensport oder zum Seniorenberater? Auskünfte erteilt Benno Müller (Telefon: 0261/135-129 oder E-Mail: benno.mueller[at]sportbund-rheinland.de)