Sportkreistag Mayen-Koblenz: Jens Boettiger einstimmig im Amt bestätigt

Dieter Müller (2.v.r) wurde von SBR-Präsidentin Monika Sauer mit dem Ehrenbrief des Sportbundes Rheinland ausgezeichnet. Zu den Gratulanten zählten auch der wiedergewählte Sportkreisvorsitzende Jens Boettiger (r.) und SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke. Foto: W. Höfer

Jens Boettiger bleibt für weitere vier Jahre Sportkreisvorsitzender des Sportkreises Mayen-Koblenz. Beim Sportkreistag in Rhens wurde Boettiger einstimmig im Amt bestätigt. Nicht besetzt werden konnte die Position des stellvertretenden Sportkreisvorsitzenden. Keiner der anwesenden Delegierten erklärte sich im historischen Rathaus bereit, für diesen Posten zu kandidieren.

Dieter Müller (78), der das Amt von 1976 bis 1998 und wieder ab 2014 innehatte, stand aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung. Für die Verdienste, die sich Müller darüber hinaus auch an anderer Stelle erworben hat, zeichnete ihn SBR-Präsidentin Monika Sauer mit dem Ehrenbrief aus, die höchste Auszeichnung die der SBR zu vergeben hat. So war Dieter Müller unter anderem Sportkreisjugendwart und mehr als 20 Jahre Vorsitzender des TuS Rhens. Beim Sportbund Rheinland genoss Müller auch in seiner Funktion als Kassenprüfer hohes Ansehen.

Boettiger bedauerte, dass es ihm nicht gelungen sei, die Nachfolge Müllers vor dem Sportkreistag einzuleiten und dankte Müller für seinen großen Einsatz zum Wohle der rund 280 Vereine mit ihren 66.600 Mitgliedern. Zuvor hatte Boettiger in seinem Rechenschaftsbericht ausführlich die Aufgaben eines Sportkreisvorsitzenden - als Bindeglied zwischen den Vereinen und der Geschäftsstelle des Sportbundes Rheinland - vorgestellt und bei den Delegierten für das Amt geworben.

Monika Sauer verhehlte in ihrer Ansprach nicht, dass sich der organisierte Sport im Land in einer angespannten Lage befinde. Die Rücktritte zweier Präsidenten (LSB Rheinland-Pfalz und Sportbund Rheinhessen) hätten Spuren hinterlassen. Im jüngsten Gespräch mit Innenminister Roger Lewentz habe man kaum Fortschritte erzielt. „Die Sportförderung wurde seit 13 Jahren nicht mehr erhöht. Angesichts der Preisentwicklung bedeutet dies eine reale Kürzung im deutlich zweistelligen Bereich“, sagte die Präsidentin. Angesichts dieser Entwicklung werde man auch an anderen Stellen für die Forderungen des Sports werben. „Wir sind keine nachgelagerte Behörde des Innenministeriums, wir müssen in Zukunft mehr Lobbyarbeit betreiben“, setzte sich Sauer kritisch mit dem eigenen Selbstverständnis auseinander. Schließlich gehe es um die Bedingungen der Arbeit der Vereine vor Ort und die damit einhergehende Wertschätzung des Ehrenamtes durch die Politik.