3 Fragen an... Ralph Alt, Vorsitzender der Sportjugend Rheinland

„Erlebe den Sport“ so das Jahresmotto der Sportjugend Rheinland. Was verbirgt sich hinter dem Jahresmotto? Was muss ein Verein bieten, um für junge Menschen attraktiv zu sein? Wir unterhielten uns mit Ralph Alt, dem Vorsitzenden der Sportjugend Rheinland.

Wie kam es zu dem Jahresmotto?

Der Sport bietet eine vielfältige Erlebniswelt. Viele Kinder und Jugendliche erleben dies regelmäßig in ihren Vereinen. Doch in der Darstellung des Sports geht es in erster Linie um den sportlichen Vergleich. Darüber hinaus werden meist soziale Themen wie Integration, Inklusion oder Umweltschutz hervorgehoben. Alles ganz ohne Frage wichtige Themen, aber damit gewinnt man keine Mitglieder. Deswegen wollen wir 2019 den Fokus auf die Erlebnisse im Sportverein legen und die Kinder und Jugendlichen emotional ansprechen.

Was muss ein Sportverein bieten, um Jugendliche in der heutigen Zeit zu erreichen?

Natürlich ein abwechslungsreiches Sportprogramm. Doch es gehört noch mehr dazu, um eine lebendige Jugendarbeit im Verein zu etablieren. Schlagworte wie Ferienangebote, Ausflüge, Spielfeste und Vereinsfeiern sind vielen Vereinen nicht fremd. Doch sie sind noch zu selten oder an den Interessen der Jugendlichen vorbei. Wenn junge Menschen selbst darüber entscheiden können, was angeboten wird, fühlen sie sich wahrgenommen. Somit tragen neben den Inhalten auch die Partizipationsmöglichkeiten zur Attraktivität eines Vereins bei.

Welches Ziel verfolgt die Sportjugend Rheinland mit dem Themenschwerpunkt?

Wir verfolgen mit dem Themenschwerpunkt zwei Ziele. Zum einen sollen junge Menschen über Erlebnisse für den Sport und den Verein begeistert werden. Hierzu bietet die Sportjugend eigene Formate und hilft Vereinen entsprechende Konzepte zu entwickeln. Zum anderen sollen die Sportvereine im Rheinland auf das Thema Jugendarbeit im Verein aufmerksam gemacht werden. In jedem Sportverein sollten Kinder und Jugendliche positive Erfahrungen sammeln und ihre Ideen einbringen dürfen. Langfristig können Vereine hiervon nur profitieren.

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