Hauptausschuss: „Es gilt noch dicke Bretter zu bohren“

SBR-Präsidentin Sauer informierte die Mitglieder des Hauptausschuss über den Diskurs mit dem Innenministerium.

Klare Worte zum Jahresabschluss: SBR-Präsidentin Monika Sauer diskutiert mit dem Hauptausschuss über die Situation des organsierten Sportes im Land vor dem Hintergrund anstehender Gespräche mit dem Innenministerium. Foto: W. Höfer

2019 wird nach Ansicht der Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, ein Jahr mit weiteren wegweisenden Entscheidungen für den organisierten Sport. Diese Ansicht vertrat sie in der Jahresabschlusssitzung des Hauptausschusses. Positiv hob Sauer hervor, dass die vier Sportbünde im Dialog mit der Landesregierung nun „eine Sprache sprechen“. Dies sei angesichts der immer noch unterschiedlichen Auffassungen notwendiger denn je.

So habe in 2018 die Auseinandersetzung mit dem Landesrechnungshofbericht sehr viel Energie gekostet. „Hier gilt es, in Gesprächen mit dem Innenministerium noch dicke Bretter zu bohren“, sagte Sauer. „Wir begreifen uns als Dienstleister für unsere Vereine und sind keine nachgelagerte Behörde des Innenministeriums“, sagte die SBR-Präsidentin. Daher müssten zum Beispiel in der Gestaltung der Dienstzeiten der hauptamtlichen Sportbund-Mitarbeiter andere Maßstäbe angelegt werden. „Wir haben uns dabei an den Bedürfnissen des Ehrenamtes zu orientieren. Daher fallen viele Arbeitsstunden abends und an Wochenenden an“, sagte Sauer. Außerdem kritisierte die SBR-Präsidentin wiederholt den ausufernden Bürokratismus bei der Bearbeitung von Anträgen und der Beantragung von Zuschüssen.

Weitere strittige Punkte bestehen nach Angaben von Sauer in der Finanzierung des Sportes. „Unsere Mittel wurden in den vergangenen 13 Jahren nicht mehr erhöht. Und dies bei steigenden Kosten und höheren Anforderungen“, sagte Sauer. Sie sieht darin eine Benachteiligung des organsierten Sportes als größte Personenvereinigung des Landes gegenüber anderen Organisationen. Sauer appellierte in diesem Zusammenhang an die Fachverbandsvertreter und Sportkreisvorsitzenden, diese gemeinsamen Positionen auch in ihren Zuständigkeitsbereichen zu vertreten.

Ungeachtet dieser Problemlage habe man die Entwicklung des Sportbundes Rheinland in 2018 weiter vorangetrieben. „Wir sind gut aufgestellt und verstehen uns als Dienstleister unsere Vereine und Verbände“, sagte Sauer. So werde man die Digitalisierung auf allen Ebenen auch im kommenden Jahr vorantreiben.

Den Fachverbandsvertretern und Sportkreisvorsitzenden dankte Monika Sauer für die gute Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr. „Wir sind weiter zusammengerückt“, sagte die SBR-Präsidentin auch mit Blick auf die gute Beteiligung an den Hauptausschusssitzungen.