Sportkreistag Ahrweiler: Sorgenkind Sportstätten

Die 180 Vereine des Sportkreises Ahrweiler mit ihren rund 37.000 Mitgliedern setzten weiter auf ihre bewährte Führung. Beim Sportkreistag in Dernau wurden Sportkreisvorsitzender Fritz Langenhorst und sein Stellvertreter Ralph Schulze jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Ein Händedruck zwischen Monika Sauer und Fritz Langenhorst auf weitere Jahre der guten Zusammenarbeit. Beide werden umrahmt von (v.r.) SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke und Ralph Schulze sowie Jakob Renn (Kreisbeauftragter für das Deutsche Sportabzeichen).

Langenhorst berichtete in seinem Rückblick von einem sehr agilen Sportkreis, der in guter Partnerschaft mit den Kommunen lebe. Die praxisnahen Fortbildungen des Sportbundes Rheinland hätten wertvolle Impulse für die Vereinsentwicklung gegeben. Außerdem hätten die Vereine die Bauprogramme des Sportbundes in den vergangenen vier Jahren nahezu ausgeschöpft.

Dennoch sieht Langenhorst in puncto Sportstätten großen Nachholbedarf. „Viele unserer Sportstätten sind in die Jahre gekommen und müssen dringend saniert werden“, sagte der Sportkreisvorsitzende und nahm dabei die Politik in die Pflicht. Nicht hinnehmbar sei die Schwimmversorgung im Kreis. „Ein Hallenbad ist einfach zu wenig. Unsere Kinder müssen im Grundschulalter schwimmen können, aber leider bleiben viele auf der Strecke. Unsere Aufgabe wird es bleiben, immer wieder auf diesen Mangel hinzuweisen.“

Anlass genug für die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, auf die Finanzausstattung des Sportes durch das Land einzugehen. Sie bekräftigte ihre Ansicht, die sie bei der Mitgliederversammlung des Sportbundes Rheinland bereits geäußert hatte, dass der Sport in den kommenden Jahren deutlich mehr Geld benötige. Die Verhandlungen und Gespräche diesbezüglich seien derzeit festgefahren. Ziel müsse ein „landeseinheitliches Konzept zum Thema Finanzen und Landesförderung“, sein.

Auch in der Ausgestaltung des Bergriffes „Autonomie des Sportes“ benötige man von Seiten des Landessportbundes „eine klare Positionierung“. Sauer: „Derzeit stelle ich fest, wenn der Innenminister von Autonomie spricht, meint er etwas anderes als wir im Sport.“

Trotz dieser unterschiedlichen Sichtweisen blickt die SBR-Präsidentin optimistisch in die Zukunft. Dies sei vor allem in dem neu gewählten Präsidium des Landessportbundes unter Führung von Professor Lutz Thieme begründet. „Ich glaube, die Chance etwas gemeinsam zu entwickeln, war lange nicht mehr so gut“, sagte Sauer.

Ehrungen

Für ihre Verdienste um den Sport wurden von SBR-Präsidentin Monika Sauer und Sportkreisvorsitzender Fritz Langenhorst geehrt: Samir Handanagic, Ahrweiler Ballspiel Club und Ralph Schulze, Sportkreisjugendwart (beide SBR-Ehrennadel in Bronze) sowie Dagmar Schweden, Seniorenberaterin und Frauenvertreterin des Sportkreises Ahrweiler (SBR-Ehrennadel in Silber). Außerdem erhielt Fritz Langenhorst, der auch ehrenamtlicher Beigeordneter des Landkreises Ahrweiler ist, aus der Hand von Landrat Dr. Jürgen Pföhler den Ehrenbrief des Landkreises.