SBR wirtschaftet mit 7,5 Millionen: Förderung auf dem Prüfstand

SBR-Vizepräsident Fritz Langenhorst stellt den Haushaltsplan 2018 vor. Foto: W. Höfer

Der Sportbund Rheinland wird im laufenden Jahr mit 7,5 Millionen Euro wirtschaften. Dies geht aus dem Haushaltsplan 2018 vor, den die Mitgliederversammlung in Mülheim-Kärlich einstimmig verabschiedete. Nach Angabe von SBR-Vizepräsident Finanzen, Fritz Langenhorst, schlagen sich die Auswirkungen aus dem Bericht des Landesrechnungshofes in dem Zahlenwerk nieder. So sei es künftig untersagt, nicht verwendete Mittel in den Etat des Folgejahres einzustellen. Das Ministerium bestehe auf die Regeln der so genannten „Fehlbedarfsfinanzierung“, nach denen solche Gelder zurückzuzahlen seien. Der SBR werde sich damit nicht zufrieden geben. „Unsere Präsidentin und ich setzen uns weiter für eine Festbetragsfinanzierung ein, bei der grundsätzlich ein fester Förderbetrag zur Verfügung steht und der frühere Spielraum wieder gegeben ist.“, sagte Langenhorst.

Außerdem dämpfte Langenhorst die Erwartungen der Vereine und Fachverbände auf mehr Förderung. „Die um den Geldwert bereinigte Zuweisung des Landes wird immer geringer. Was definitiv nicht gelingt, bei immer weniger finanziellen Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass mehr Mittel für die Basis verfügbar sind.“

Innenstaatssekretär Günter Kern erteilte der Rückkehr zur bisherigen Förderung eine Absage, und warb gleichzeitig um eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ zwischen Sport und Land. Die Autonomie des Sports stehe für das Innenministerium außer Frage, allerdinge „in den Grenzen der Zweckverwendung“ der zur Verfügung stehenden Mittel. Öffentliche Gelder seien „so sparsam und effizient wie möglich einzusetzen“.

Schützenhilfe in der Diskussion um die Finanzierung des Sports bekamen die Vereine und Fachverbände unerwartet vom Hausherrn der Mülheim-Kärlicher Rheinlandhalle, Stadtbürgermeister Uli Klöckner. Dieser sagte an die Adresse von Kern: Für kurzfristige Probleme im Land sei stets Geld vorhanden, aber für den Sport gebe es immer begrenztere Mittel. Klöckner: „Wir an der Basis stellen fest: Es ist zu wenig insgesamt.“