Aus den Fachverbänden: SV Eintracht Trier ist erster Ausbildungsverein im Fußballverband Rheinland

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Nach dem Abstieg aus der Fußball-Regionalliga Südwest wurde aus der Not eine Tugend gemacht: Der SV Eintracht Trier hat in der abgelaufenen Oberliga-Saison in der ersten Mannschaft in erheblichem Maße auf Spieler gesetzt, die der eigenen A-Jugend entwachsen sind. Felix Fischer, Tim Garnier, Lucas Jakob und Ömer Kahyaoglu verzeichneten jeweils beachtliche Einsatzzeiten. Der SVE hat sich nun dafür entschieden, diesen Weg konsequent weiterzugehen, der aus Sicht von Eintracht-Geschäftsführer Torge Hollmann alternativlos ist: „Wir müssen ihn annehmen. Er ist für uns mit Blick auf den Leistungsfußball die einzige Möglichkeit, die wir haben.“ Als Anker dafür dient ein Projekt, das der Fußballverband Rheinland (FVR) forciert. Er möchte sogenannte Ausbildungsvereine schaffen, um die Talentförderung im Verband nachhaltig zu verbessern. Zudem wolle man damit erreichen, „dass starke jugendliche Fußballer im Verband bleiben können, indem sie in diesen Ausbildungsvereinen leistungsorientiert und mit hohen qualitativen Standards gefördert werden“, erklärt FVR-Präsident Walter Desch. So ist im Haushalt des FVR ein fünfstelliger Euro-Betrag für diese Fördermaßnahme eingestellt worden. Aus diesem Topf erhält die Eintracht im ersten Jahr 2000 Euro – gleichzeitig muss der Verein Geld in die Hand nehmen, etwa zur Bezahlung gut qualifizierter Trainer.