Sportkreistag Altenkirchen: Perspektiven für junge Talente schaffen

Der Sportkreis Altenkirchen mit seinen 42.716 Mitgliedern in 182 Vereinen macht immer wieder mit positiven Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Nicht nur, dass das „Nordlicht“ im Sportbund Rheinland aktuell in der Person von Jaqueline Lölling aus Brachbach mit einer Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischem Winterspiele aufwarten kann. Es sind vor allem auch Initiativen und konkrete Vorhaben zum Nutzen der Vereine. In diesem Sinne zog Sportkreisvorsitzender Dr. Michael Weber beim jüngsten Sportkreistag in Wissen eine durchweg positive Bilanz. Entsprechend fiel auch das Votum der Delegierten aus. Weber und sein Stellvertreter Michael Wäschenbach (MdL) wurden einstimmig für weitere vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Monika Sauer (r.) ehrte beim Sportkreistag Dr. Michael Weber (l.), Gabriele Sauer und Gerhard Demmer mit Ehrennadeln des Sportbundes Rheinland. Foto: W. Höfer

In seinem Rechenschaftsbericht dokumentierte Weber die rege Bautätigkeit der Vereine, wenn es darum geht, Sportstätten zu sanieren. So haben die Vereine Fördergelder aus dem kleinen und großen Bauprogramm zu großen Teilen ausgeschöpft. Viel Arbeit für den Sportkreisvorsitzenden. Muss doch gegenüber dem Ministerium in allen Fällen eine sportfachliche Stellungnahme abgegeben werden. Dass dies nicht immer ohne Konflikte abgeht, machte Weber beim Sportkreistag deutlich. In einem Fall habe das Ministerium - „ohne auch nur in die Akten zu schauen“ - eine Absage erteilt. „Das lass ich mir nicht bieten“, sagte Weber auch im Hinblick auf künftige Anträge.

Nach der immer noch erfolgreichen Sportabzeichen-Kooperation mit der Sparkasse, wonach jedes abgelegte Abzeichen mit einem festen Betrag unterstützt wird, schwebt Weber eine neue Initiative vor. „Wir haben sehr viele junge sportliche Talente in unseren Vereinen. Die müssen wir an unsere Region binden“, sagte Weber, nachdem er detailliert aufgeführt hatte, welche überregionalen Erfolge in den einzelne Sportarten erzielt worden waren. Weber will nun Gespräche mit heimischen Unternehmen über mögliche Kooperationen führen. Der Sportkreisvorsitzende denkt dabei an Praktika oder Lehrstellen, die von den Betrieben für die jungen Athleten bereitgehalten werden und skizzierte gleich ein Bewerbungsprofil: „Leistungsbereitschaft, Durchsetzungskraft, Teamfähigkeit sind Eigenschaften, die Unternehmen suchen und der Sport mit einbringt. Hier entsteht eine Win-Win-Situation.“

SBR-Präsidentin Monika Sauer zeigt sich beeindruckt von dem agilen Sportkreis und hielt für Weber, der in die dritte Amtsperiode startet, eine Überraschung bereit. „Nun wird es Zeit, dass wir auch Sie ehren“, sagte Sauer und zeichnete Weber mit der SBR-Ehrennadel in Bronze aus.

Sauer nutzte die Gelegenheit, die Vereine noch auf weitere Serviceleistungen des Sportbundes in Bezug auf Sportstätten hinzuweisen. „Den Etat für Sportstätten haben wir im letzten Jahr aufgestockt. Nun kann auch die Anschaffung von Pflegegräten bezuschusst werden.“ Außerdem riet Sauer, das Know-How des Institutes für Sportstättenentwicklung (ISE) in Trier in Bezug auf eine bedarfsgerechte Planung und Nutzung von Sportstätten in Anspruch zu nehmen. Das ISE sei ein gelungenes Beispiel des Miteinanders von regionalen Sportbünden und dem Landessportbund.

Beim Sportkreistag wurden außerdem noch Gabriele Sauer und Gerhard Demmer (beide ASG Altenkirchen) mit der SBR-Ehrennadel in Silber geehrt.