Sportkreis Trier/Trier-Saarburg: Eine Trennung in großer Eintracht

Es war eine Trennung in großer Eintracht zum Wohle der rund 340 Vereine des ehemaligen Sportkreises Trier/Trier-Saarburg. Künftig sind die Stadt Trier und die sie umgebende Region zwei selbstständige Sportkreise. Die Mitgliederversammlung des Sportkreises Trier/Trier-Saarburg folgte der entsprechenden Empfehlung ihres Vorsitzenden Felix Jäger einmütig. Auch die anschließenden Wahlen gingen reibungslos - sprich einstimmig - im Sportpark der Turngemeinde Konz über die Bühne. Danach steht nun Felix Jäger als Vorsitzender dem Sportkreis Trier-Saarburg vor und sein vorheriger Stellvertreter Michael Maxheim vertritt die Interessen der Trierer Sportvereine. Zu Stellvertretern wurden Marco Marzi (Trier-Stadt) und Michael Herrmann (Trier-Saarburg) gewählt.

Gruppenbild nach einer Trennung in Eintracht (v.l): Martin Weinitschke (SBR-Geschäftsführer), Michael Herrmann, Felix Jäger, Michael Maxheim und Monika Sauer. Es fehlt Mraco Marzi, der in Abwesenheit gewählt wurde. Foto: W. Höfer

In seinem Rechenschaftsbericht präsentierte Felix Jäger einen sehr agilen Sportkreis, der vom Sportkreisvorsitzenden großes Engagement und Einsatzbereitschaft abverlangt. Auch daher sei die Teilung des Sportkreises das Gebot der Stunde.

Den großen Arbeitsaufwand betreffe neben der Präsenz bei Veranstaltungen und in Gremien vor allem die große Zahl von Bauanträgen, die auf den Weg gebracht und in den Instanzen begleitet werden müssten. Wie bereits in den Vorjahren erwartet Jäger auch in 2018 einen Sanierungsstau bei den Sportstätten in und rund um Trier. „Mir liegen bereits jetzt Anträge mit einem gesamten Fördervolumen von 333.000 Euro vor. Das Land gibt für alle 6.600 Vereine in Rheinland-Pfalz zwei Millionen Euro. Da kann man sich ausrechnen, wie viel für unsere Vereine übrig bleibt“, sagte Jäger.

Auch die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, beklagte den Sanierungsstau bei den Sportstätten. Der Sportbund Rheinland versuche dies mit seinen Möglichkeiten abzumildern. „In Absprache mit dem Land haben wir unser Sonderprogramm bei großen Baumaßnahmen von 60.000 Euro auf 75.000 Euro angehoben und reizen dieses jedes Jahr aus“, sagte Sauer. Im kleinen Bauprogramm (bis 10.500 Euro) habe man die prozentuale Förderung von 20 auf 35 Prozent erhöht. Außerdem hatte die Präsidentin eine gute Nachricht aus dem SBR-Präsidium für die Vereine im Gepäck. „Wir haben beschlossen, alle kleinen Baumaßnahmen, die über das vorhergesehene Budget hinausgehen, aus Restmitteln oder Rücklagen zu finanzieren.“ Sauer appellierte an die Vereinsvertreter, bei Bedarf auf die Sportkreisvorsitzenden oder die SBR-Geschäftsstelle zuzugehen.

Die SBR-Präsidentin ging auch auf das Thema Landesrechnungshof ein und kritisierte vor diesem Hintergrund mögliche Restriktionen des Landes. Diese gefährdeten die Autonomie des Sportes. „Bisher hatten wir feste Beträge zur Finanzierung unserer Arbeit und konnten diese nach eigenem Ermessen verwenden. Künftig sind wir projektweise der staatlichen Kontrolle unterworfen. Außerdem dürfen wir keine Veranstaltungen mehr fördern, bei denen Vereine Überschüsse erwirtschaften “, sagte Sauer und versprach alles dafür zu tun, „die Interessen des organisierten Sportes mit denen der Landesregierung in Einklang zu bringen“.

Ehrungen

Beim letzten Sportkreistag Trier/Trier-Saarburg wurden verdiente Persönlichkeiten des Sports von SBR-Präsidentin Monika Sauer und dem Sportkreisvorsitzenden Felix Jäger ausgezeichnet. Die höchste Ehrung wurde Michael Maxheim, SV Krettnach, mit der SBR-Ehrennadel in Gold zuteil. Weiter wurden geehrt: Rüdiger Cadenbach, PST Trier und Martin Reichert, SV Kell (beide Silberne SBR-Ehrennadel) sowie Silvia Büdinger, TG Konz (Bronzene SBR-Ehrenandel).