Die "Baustellen" abarbeiten

Die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, sieht das Ansehen des organisierten Sportes in Gefahr. Vor dem Hintergrund der jüngsten Veröffentlichungen in den Medien mahnte sie vor dem SBR-Hauptausschuss eine zügige Abarbeitung einiger „Baustellen“ durch das Präsidium des Landessportbundes an.

Noch vor der Mitgliederversammlung 2018 müssten Grundzüge einer neuen Zusammenarbeit zwischen Landessportbund und den regionalen Sportbünden aber auch zwischen Sport und Innenministerium erkennbar sein. Konkret geht es darum, dass die Arbeitsgruppe 2020, die vom LSB-Präsidium ins Leben gerufen wurde, entsprechende Vorschläge vorzulegen habe.

Sauer bezweifelte allerdings, dass alle Probleme, die sich im Laufe der Jahre aufgetürmt haben, bis zum Sommer 2018 gelöst werden können. Ein großes Sorgenkind sei nach wie vor die Sportjugend des Landes, die weiterhin ohne einen arbeitsfähigen Vorstand sei. Demgegenüber sei die Sportjugend Rheinland auf einem guten Weg. Eine „geordnet“ verlaufende Vollversammlung habe zur einstimmigen Wahl eines Vorstandes geführt. „Der neue Vorsitzende Cristian Zilliken kann nun mit einem jungen Team an die Arbeit gehen“, sagte Sauer.

Sorgen bereitet der Präsidentin die Fülle der ungelösten Probleme auf Landesebene „Wir werden diese Baustellen bis zur Mitgliederversammlung nicht abarbeiten können“, prophezeite Sauer. Dazu zählen auch der Umgang mit den Prüfungen des Landesrechnungshofes sowie Personalprobleme in der LSB-Zentrale.

Dieses Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit stehe im Widerspruch zur Arbeit der Vereine und Verbände. „Hier wird eine hervorragende Arbeit geleistet, die Vereine sprühen nur so vor Ideen und mit Initiativen. Dies wird nicht mehr entsprechend gewürdigt. Es geht darum, dass wir den Sport in Rheinland-Pfalz wieder gemeinsam positiv aufstellen“, sagte Sauer.

In diesem Zusammenhang lobte die SBR-Präsidentin die Umsetzung des LSB-Beschlusses durch die Vereine, die Mitgliedsbeiträge ab 2018 anzupassen. Die Jahreshauptversammlungen seien diesen Empfehlungen bisher fast ausnahmslos gefolgt.