Bad Kreuznach: Ein Sportkreis in Bewegung Wolfgang Scheib einstimmig für weitere vier Jahre als Sportkreisvorsitzender gewählt

Im Sportkreis Bad Kreuznach ist Bewegung. Davon zeugte der Sportkreistag im Haus des Sportes in der Kur- und Salinenstadt. Leicht steigende Mitgliederzahlen in den Vereinen, ein buntes Sportangebot im Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport, ein Olympiastützpunkt vor der Haustür und ein Sportkreisvorsitzender, der bestens vernetzt das Beste für seine 219 Vereine erreichen will. So stand es auch außer Frage, dass Wolfgang Scheib für weitere vier Jahre an die Spitze des Sportkreises gewählt wurde. Einstimmig das Wahlergebnis – auch für seinen Stellvertreter Dirk Weber.

Gruppenbild nach einem harmonischen Sportkreistag (v.l.) Sportkreisvorsitzender Wolfgang Scheib, die Geehrten Peter Kessel, Mario Bender, Karl Baum und SBR-Präsidentin Monika Sauer. (Foto: SBR)

Doch Scheib will sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. „Sport - aber ohne Sportvereine?“, lautete eine seiner provokanten Fragen an die rund 60 Delegierten. „Immer mehr kommerzielle Anbieter, aber auch Kommunen, Firmen bieten Sport und Bewegung an. Das macht mir Sorgen. Dieser Konkurrenz müssen sich die Sportvereine stellen!“, sagte Scheib.

Dass der organisierte Sport führend in der Sportlandschaft ist und die Voraussetzungen hat, diese Stellung nicht nur behaupten, sondern auch auszubauen, daran ließ Scheib keinen Zweifel. Er wies auf das vielfältige  Aus- und Fortbildungsangebot für Vereinsvorstände und Übungsleiter durch den Sportbund Rheinland hin, informierte die Vereinsvertreter nicht nur über mögliche Zuschüsse, Beratungsangebote und Wettbewerbe, sondern auch über Mitwirkungsmöglichkeiten in kommunalen Gremien und Ausschüssen. „Die Vernetzung ist heute für den Sport unerlässlich und ein wichtiger Bestandteil auch meiner Arbeit“, sagte Scheib.

In Bezug auf die Sportstätten sieht der Sportkreisvorsitzende Handlungsbedarf. Die zentrale Frage laute: „Welche Sportstätten werden heute und in Zukunft für welche Bevölkerungsgruppen in welcher Qualität und Anzahl benötigt?. Dabei brachte Scheib das „Institut für Sportstättenentwicklung“  (ISE) in Trier ins Spiel und appellierte an Landrat Franz Josef Diel, die ISE-Dienste zu nutzen. Viele Kommunen hätten damit bereits gute Erfahrungen gemacht, denn, so Scheib: „Sportstätten sollen nicht dort gebaut werden, wo am lautesten geschrien wird, sondern dort, wo ein objektiver Bedarf besteht.“

Für SBR-Präsidentin Monika Sauer war es der erste Sportkreistag seit ihrem Amtsantritt im Juni dieses Jahres. Sie berichtete den Vereinsvertretern über die ersten 100 Tage ihrer Amtszeit, die vor allem von Besuchen bei  Vereinen und Verbänden geprägt waren. „Ich habe versprochen, für die Vereine und Verbände da zu sein, weil hier die wertvollste Arbeit geleistet wird. Der Sportbund Rheinland versteht sich als Dienstleister, er will die Vereine und Verbände bestmöglich in ihrem Tun unterstützen“, sagte Sauer. Die SBR-Präsidentin riet den Vereinen, über die Orts- und Vereinsgrenzen Kooperationen zu suchen und vor allem auf die Jugend zu bauen. „Jugendliche lassen sich für den Vereinssport begeistern, wenn wir ihre Anliegen ernst nehmen und ihnen etwas zutrauen “, sagte Sauer. So seien zeitlich befristete Projekte bestens geeignet, Jugendlichen Verantwortung zu übertragen.

Ehrungen
Wolfgang Scheib und Monika Sauer blieb es schließlich vorbehalten, drei verdiente Ehrenamtler für ihre „wertvolle und engagierte Arbeit“ auszuzeichnen. Die bronzene SBR-Ehrennadel gab es für Mario Bender (TuS Kirn), die Silberne Ehrennadel für  Karl Baum (TV Odernheim) und die goldene Ehrennadel für Peter Kessel (RV Jäger aus Kurpfalz Rehbach).