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11.02.2010 „Gemeinsam sind wir stark“ TuS
Ellern wird Zweiter beim Bundesfinale „Sterne des Sports“ – Ein
Kooperationsmodell mit Vorbildcharakter Die Anspannung stieg von Minute zu Minute - am Ende war´s Adrenalin pur. Als der dritte Platz beim Bundesfinale „Sterne des Sportes“ verkündet wurde und der Name TuS Ellern immer noch nicht gefallen war, schlug manchem das Herz bis zum Halse. „Egal ob Zweiter oder Erster. So etwas haben wir noch nicht erlebt. Wir haben mit unserer Kooperation bundesweit Schlagzeigen gemacht“, ist der Erste Vorsitzende des TuS Ellern, Harald Zeller, Tage nach der Preisverleihung in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel immer noch begeistert (siehe auch Seite 10). In der Tat: Ein Konzept, das eigentlich aus der Not entstanden war, hat sieben Sportvereinen aus der Verbandsgemeinde Rheinböllen neben Ruhm und Anerkennung auch einen Geldsegen beschert. Der zweite Platz bei „Sterne des Sports“ wurde an der Spree ausgiebig gefeiert. Wieder zu Hause im Hunsrück klingelt bei Harald Zeller öfters das Telefon. Und dies nicht nur, weil man ihm zu dem Erfolg gratulieren will. „Viele Vereine wollen wissen, wie wir die Kooperation auf die Beine gestellt haben und welche Erfahrungen wir bereits damit gemacht haben.“. Zeller ist überzeugt, dass dieses Beispiel auch in anderen Regionen Schule machen wird. „Die Vereine haben doch überall die gleichen Probleme. Oft reichen die Mittel einfach nicht aus, um ein vernünftiges Breitensportangebot zu entwickeln. Es fehlen Hallenkapazitäten, es mangelt an qualifizierten Übungsleitern, und oft fehlt einfach auch das Geld. Da kamen wir auf die Idee, die Kräfte der Sportvereine in der Verbandsgemeinde zubündeln“, sagt Zeller. Der Weg dorthin war alles andere als leicht. „Die Vereine mussten sich erst einmal beschnuppern, es gab viele kritische Fragen und viele Bedenkenträger. Manchmal stand das Ganze auf Messers Schneide“, berichtet Zeller. Bei der Bewältigung all dieser Probleme spendet Zeller dem Sportbund Rheinland ein großes Lob. „Wir hatten von dem SBR-Wettbewerb `Der zukunftsfähige Sportverein` gehört und beschlossen, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen. Dies hat sich letztlich als Erfolgsgarant erwiesen.“, sagt Zeller. So stellten die Vereinsvorstände unter der Moderation der Leiterin der SBR Management-Akademie, Barbara Berg, ein sportliches und wirtschaftliches und letztlich auch ein rechtlich-tragfähiges Konzept auf die Beine, das Säule und Grundlage der Zusammenarbeit ist. „Manchmal sind die einfachsten Ideen die besten“, befand auch die Bundesjury „Sterne des Sports“ und setzte das Kooperationsmodell (siehe Kasten) mit dem Titel „Gemeinsam sind wir stark“ auf Platz 2 des Wettbewerbes. Für den Präsidenten des Sportbundes Rheinland, Fred Pretz, hat nicht nur das Modell sondern auch die Vorgehensweise der sieben beteiligen Sportvereine Vorbildcharakter. „Alle waren bereit, Scheuklappen abzulegen, alte Wege zu verlassen und neue zu beschreiten. Das war wohl die alles entscheidende Vorraussetzung des großen Erfolges.“
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