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02.12.2010


Ohne Kinder keine Zukunft

Sportkreistag Rhein-Hunsrück: Vorstand einstimmig bestätigt – Neues Projekt

 


Vertrauen für weitere vier Jahre in den Vorstand des Rhein-Hunsrück-Kreises (v.l): Hans Christmann (stv. Vorsiteznder), Walter Desch (Vorsitzender), Dagmar Johnen (Frauenwartin) und Jürgen Johann (Beisitzer).
Der Sportkreis Rhein-Hunsrück strebt eine Kooperation mit Trägern von Kindergarteneinrichtungen an. Danach sollen möglichst viele Kindergärtnerinnen den Übungsleiterschein erwerben und somit für den Sport im Elementarbereich qualifiziert werden. Dieses zukunftsweisende Projekt gab Sportkreisvorsitzender Walter Desch beim Sportkreistag in Alterkülz bekannt. Für Desch und seine Vorstandsmitglieder, Hans Christmann (stv. Vorsitzender), Dagmar Johnen (Frauenwartin) und Jürgen Johann (Beisitzer)  wurde der Sportkreistag zu einem „Heimspiel vor großer Kulisse“: Die 55 Delegierten aus den 213 Vereinen des Sportkreises sprachen ihnen einstimmig das Vertrauen aus, den Sportkreis Rhein-Hunsrück für weitere vier Jahre zu führen.

Nach Angaben von Desch wurden bereits erste Gespräche mit den Kindergarten-Trägern geführt. So solle die 60stündige Ausbildung zur Übungsleiterin zu je 50 Prozent in der Arbeits- beziehungsweise Freizeit durchgeführt werden. „Es muss uns gelingen, Kinder frühzeitig an den Sport heranzuführen und an unsere Vereine zu binden. Dazu ist dieses Projekt in idealer Weise geeignet“, sagte Desch.

 

Bereits jetzt weist der Sportkreis Rhein-Hunsrück eine vorbildliche Mitgliederstatistik auf. So sind 43,23 Prozent der Kreisbevölkerung Mitglied in einem Sportverein. Der bundesweite Anteil beträgt hingegen nur 33 Prozent. „Wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Wir müssen weiter intensiv an der Zukunftsfähigkeit unserer Vereine arbeiten“, sagte Desch. In diesem Zusammenhang rief der Sportkreisvorsitzende dazu auf, die vielfältigen Aus- und Fortbildungsangebote des Sportbundes Rheinland zu nutzen. Die Klausuren für Sportvereinsvorstände, welche die SBR Management-Akademie durchführe, hätten schon vielen Vereinsfunktionären Augen und Ohren für eine Neuausrichtung geöffnet. „Wir müssen attraktive Angebote schaffen, da gibt es noch jede Menge Spielraum“, so Desch. In diesem Zusammenhang seien funktionierende Sportstätten von elementarer Bedeutung für die Sportvereine. Trotz knapper werdender Finanzmittel sei es gelungen, in den vergangenen vier Jahren 420.000 Euro für Baumaßnahmen zu bewilligen, sagte Desch in seinem Rechenschaftsbericht.

Auf  viel Anerkennung stieß ein Lichtbildervortrag über das Sportferiencamp 2010 des Sportkreises Rhein-Hunsrück mit über 70 Kindern aus vorwiegend sozial-schwachen Familien. Walter Desch dankte ausdrücklich den vielen Spendern, die dieses einwöchige Camp mit einem Kostenaufwand von 9.000 Euro möglich gemacht hatten. Das Projekt soll nun nicht mehr federführend durch den Sportkreis sondern über Patenschaften der Sportvereine fortgeführt werden. Desch appellierte an die Vereine, sich in dieses Projekt einzubringen und belegte die Notwendigkeit mit Zahlen. Nach Angaben der „Tafel“ im Rhein-Hunsrück-Kreis gebe es in deren Zuständigkeitsbereich 2.500 bedürftige Familien. „Besonders den betroffenen Kindern müssen wir den Zugang zu unseren Sportvereinen erleichtern“, sagte Desch. Dies sei zum Beispiel durch eine kostenfreie Mitgliedschaft oder durch eine Unterstützung beim Kauf von Sportbekleidung möglich.

 


Zahlreiche Ehrungen beim Sportkreistag Rhein-Hunsrück zeugen von einem lebendigen Ehrenamt. Fotos: B. Stemmeler

Beim Sportkreistag wurden für ihr ehrenamtliches Engagement in den Sportvereinen geehrt: Anja Becker, TuS Rheinböllen; Gerd Enders, TuS Sohren; Jürgen Johann, SG Boppard; Ute Link, TV Kastellaun; Horst Stache, TV Kastellaun; Fritz Weikusat, VfR Simmern; Manfred Willert, TC Blau-Gold Büchenbeuren (alle SBR-Ehrennadel in Bronze)  sowie Helga Kötz, TV Kastellaun und Gotthard Spitzley, TG Boppard (beide SBR-Ehrennadel in Silber).

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