Sie befinden sich hier: Aktuell / Telegramm / Stabwechsel im Sportkreis Altenkirchen



27.04.2010


Stabwechsel im Sportkreis Altenkirchen

Hans-Georg Brass übergibt nach 31 Jahren den Vorsitz an Dr. Michael Weber

Im Sportkreis Altenkirchen ist eine Ära zu Ende gegangen: Der langjährige Sportkreisvorsitzende Hans-Georg Brass kandidierte auf dem Sportkreistag in Kirchen-Wehbach nicht mehr und legte sein Amt, das er 31 Jahre innehatte, in jüngere Hände. Als sein Nachfolger wählte der Sportkreistag Dr. Michael Weber aus Wissen. Ebenso wie die neue stellvertretende Vorsitzende Utta Schäfer wurde Weber einstimmig in dieses Amt gewählt. Mit Hans-Georg Brass verzichtete auch dessen Stellvertreter Jörg Federrath auf eine erneute Kandidatur. Für seine außerordentlichen Verdienste um den Sport wurde Hans-Georg Brass vom Präsidenten des Sportbundes Rheinland, Fred Pretz, mit dem SBR-Ehrenbrief ausgezeichnet. Die 78 anwesenden Delegierten wählten ihn anschließend zum Sportkreis-Ehrenvorsitzenden.


Der neue Sportkreisvorsitzende Dr. Michael
Weber (re) und seine Stellvertreterin
Utta Schäfer (li)
Es war ein Abschied mit Wehmut: Doch auch bei seinem letzten Sportkreistag legte Brass als Vorsitzender in gewohnt souveräner Manier den Vereinsvertretern seinen Bericht vor. Derzeit gehören 193 Vereine mit insgesamt 46.634 Mitgliedern dem Sportkreis Altenkirchen an. Dies sind zwei Vereine mehr als noch vor vier Jahren - allerdings 2493 Mitglieder weniger. Nach Angaben von Brass ist der größte Mitgliederschwund in der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen zu verzeichnen. Bei den Kindern und Jugendlichen sowie bei den Senioren hätten hingegen viele Vereine Zuwächse zu verzeichnen. Dieses Potential gelte es für die Vereine zu nutzen. „Ich rufe vor allem Jugendliche auf, sich für ihren Verein zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen“, sagte Brass. Der scheidende Sportkreisvorsitzende berichtete auch von einer „erfreulichen Entwicklung“ bei den Sportabzeichen-Abnahmen. Insgesamt bescheinigte Brass den Übungsleitern in den Sportvereinen des Sportkreises Altenkirchen ein „hohes Ausbildungsniveau“. Die Vereinsvorstände rief er auf, sich mit über das normale Maß hinausreichenden Projekten an überregionalen Wettbewerben zu beteiligen. Als Beispiel nannte er den Wettbewerb „Sterne des Sportes“ der Volks- und Raiffeisenbanken.

 

Wie groß der Einschnitt nach dem Ausscheiden von Hans-Georg Brass sein wird, machte Landrat Michael Lieber in seiner Laudatio deutlich: „Der neue Vorstand wird sich an der Arbeit von Hans-Georg Brass messen müssen.“ Fred Pretz formulierte es anders: „Ein Kapitän verlässt das Schiff. Hans Georg Brass hat größte Anerkennung nicht nur im Sportkreis Altenkirchen, sondern auch in den Fachverbänden und im Präsidium des Sportbundes Rheinland genossen.“

In seinem Grußwort forderte Pretz die Sportvereine dazu auf, dem demografischen Wandel offensiv und mit Ideenreichtum zu begegnen. Es gelte, den Erfahrungsschatz älterer Menschen zu nutzen und diesen mit weiteren Qualifikationen anzureichern. Eltern müssten erkennen und begreifen, wie wichtig der Sport für die Entwicklung der Kinder und der Jugendlichen sei. „Ein Dreijähriger kennt heut zwar schon drei Nintendo-Spiele, kann aber nicht auf einem Bein stehen“, sagte der SBR-Präsident.  

Für ihre Verdienste um den Sport wurden auf dem Sportkreistag weitere Personen ausgezeichnet: Ulrich Rüb (Skiverein Stegskopf Emmerzhausen) und Jörg Weißgerber  (Ski-Club Altenkrichen) mit der Ehrennadel in Silber des Sportbundes Rheinland, Klaus Acher mit der SBR-Ehrennadel in Gold und Friedel Hees (TuS Weidenfeld-Langenbach) mit der Ehrenplakette in Bronze des Landessportbundes Rheinland-Pfalz.

zurück