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30.09.2010


Pohl führt den Sportkreis Birkenfeld

Einstimmige Wahlen beim Sportkreistag – Neues Organisationsmodell

Der Sportkreis Birkenfeld hat eine neue Führungsmannschaft. Die Nachfolge des im November 2009 verstorbenen Stephan Ensch tritt Bernd Pohl an. Als Stellvertreter wird ihm Karl-Heinz Schulz zur Seite stehen Beide wurden beim jüngsten Sportkreistag in Idar-Oberstein einstimmig in ihre Ämter gewählt. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Marion Forster (Frau im Sport) und Horst Klein (Seniorenbeauftragter) berufen. Komplettiert wird der Vorstand durch Arno Ranft (Jugendbeauftragter).

 


Die neue Führungsmannschaft des Sportkreises Birkenfeld (v.r): Karl-Heinz Schulz, Bernd Pohl, Horst Klein, Marion Forster und Arno Ranft mit Fred Pretz.
Bernd Pohl, der gleichzeitig Vorsitzender des TV Oberstein ist, will künftig die Geschicke des Sportkreises mit einem „Beraterteam“ leiten. So werden ausgewählte Personen in den Verbandsgemeinden und Städten des Sportkreises mit den Aufgabenfeldern „Ehrungen“ und „Baumaßnahmen“ betraut. „Wir müssen die Arbeit auf mehreren Schultern verteilen und vereinsnah präsent sein“, sagte Pohl nach seiner Wahl. „Dies ist wohl eine einmalige Konstellation im Sportbund Rheinland. Die Lösung, die wir gefunden haben, könnte auch für andere Sportkreise beispielgebend sein.“ Pohl dankte der Geschäftsstelle des Sportbundes Rheinland, die bei der Erstellung dieses Organisationsmodells beratend zu Seite stand.

 

Der Präsident des Sportbundes Rheinland, Fred Pretz, rief in seiner Rede die Delegierten auf, in ihren Vereinen für das Ehrenamt zu werben. „In vielen Vereinen bleiben Vorstandsposten unbesetzt. Oft werden mehrere Funktionen von einer Person ausgeführt. Aus diesem quantitativen Problem kann schnell ein qualitatives Problem werden“, sagte der SBR-Präsident, der gleichzeitig die Politik bei der Unterstützung des organisierten Sportes in die Pflicht nahm. Aufgrund des demographischen Wandels seien die Ausgestaltung des Senioren- und des Familiensportes sowie das Engagement in den Ganztagsschulen die zentralen Zukunftsaufgaben der Sportvereine. Der Sport leiste damit einen großen Beitrag zur physischen und psycho-sozialen Gesundheit der Bevölkerung. „Dies muss die Politik berücksichtigen, wenn es um die Verteilung von Geldern geht. Sollte es weniger Geld geben, sind wir gezwungen, unsere Standards zurückzufahren.“ Ein düsteres Bild für den organisierten Sport zeichnete Pretz auch vor dem Hintergrund der Diskussion um den Wegafall des Glücksspielmonopols. „Wenn dies Wirklichkeit werden sollte, verlieren die Sportvereine ihre größte Stütze. Dessen müssen sich die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Positionierung in der Debatte bewusst sein.“

Mit lang anhaltendem Beifall wurde der Einsatz von Horst Klein für den Sportkreis Birkenfeld von der Versammlung gewürdigt. Klein führte nach dem Tode von Stephan Ensch die Amtsgeschäfte kommissarisch. „Du bist immer zur Stelle, wenn es gilt zu helfen“, sagte Fred Pretz. Für sein Lebenswerk im Sport wurde der 78-Jährige mit der höchsten Auszeichnung des Sportbundes Rheinland, dem SBR-Ehrenbrief, geehrt.

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