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01.06.2011


Der Sport im Zeichen von Europa

Rheinland-Pfalz-Tag in Prüm hatte seinen besonderen Reiz - Dreitägiges Sportprogramm im Kurpark


Einen solchen Ansturm hatte das Städtchen Prüm wohl noch nicht erlebt. Rund 100.000 Besucher lockte der Rheinland-Pfalz-Tag in die Eifel, und mittendrin präsentierten sich die Sportvereine des Landes – an drei Tagen in rund 15 Stunden. Sie boten ein Programm, das Jung und Alter gleichermaßen begeisterte. Auch Landesvater Kurt Beck war voll des Lobes bei seiner Visite im Kurpark: „Der Sport ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Ich bin beeindruckt, was die Vereine auch diesmal wieder alles auf die Beine gestellt haben.“

 


Ministerpräsident Kurt Beck und LSB-Vizepräsident Fred Pretz mit der Gruppe "Lightning Ice" vom SV Gerolstein (Foto: Piel)
Gemeint waren damit mehr als 50 Sportvereine. Sie waren aus ganz Rheinland-Pfalz angereist, um dem Landesfest einen sportlich-fröhlichen Anstrich zu geben. So entpuppte sich der Kurpark am Rande der Stadt aufgrund der vielen interessanten Angebote als Zuschauermagnet. Erwachsene und Kinder tummelten sich an den Ständen, ließen sich vom Deutschen Speedmintonverband erklären, was der Unterschied zum Badminton ist, oder stiegen beim Verein „Akita Inu Do“ mit in den imposanten Boxring. Die Platten des Tischtennisverbandes Rheinland waren jeden Tag „ausgebucht“.
Auf der Bühne zeigte sich die DJK Irrel gleich mit vier Tanzformationen, der Wado-Ryu Karateverein aus Gerolstein präsentierte Ausschnitte aus seinem Trainingsprogramm, und die RSG Koblenz zeigt wieder einmal, wie viel Spaß Behinderte beim Tanzen im Rollstuhl haben können. Eine besondere Vorführung gelang den 35 Jungs und Mädels des SV Gerolstein, die im Beisein des Ministerpräsidenten eine Mischung aus Cheerleading und Hip-Hop zeigten. 
„Es ist klasse zu sehen, mit wie viel Herz und Engagement alle dabei sind!“, sagte LSB-Vizepräsident Fred Pretz, der Kurt Beck bei seinem Rundgang am späten Samstagnachmittag durch den Kurpark begleitete. Höhepunkt dieses Tages war sicherlich, als die aus dem Fernsehen bekannte Kinderrockband „Radau“ auf der RPR-Bühne ihrem Namen alle Ehre machte. Groß und Klein waren zum Abschluss eines erlebnisreichen Tages gleichermaßen begeistert.

Überhaupt: Für Familien war der Besuch des Kurparks zum Rheinland-Pfalz-Tag besonders attraktiv. Dazu leistete nicht nur das Sportprogramm, das vom Sportbund Rheinland organisiert worden war, seinen Beitrag. Denn unweit der großen Sportbühne hatten Jugend- und Naturschutzorganisationen sowie Kindertagesstätten ihre Zelte aufgeschlagen. Alle zusammen verwandelten den Park über drei Tage in ein großes Spielparadies. Sie zeigten zudem, dass Sport und Spiel ohne große Worte Brücken schlagen kann zwischen den Nationen. Denn der 28. Rheinland-Pfalz Tag war anders als andere. Er stand im Zeichen Europas, wurde er doch rege besucht von Menschen der grenznahen Regionen aus Luxemburg, Belgien und Frankreich. Was für die Einheimischen gelebte Realität ist, wurde für andere zu einer ganz neuen Erfahrung. Dies auch beim großen Festumzug, den 2700 Menschen in 111 Gruppen mit Leben füllten. „Schon aus diesem Grund hat sich das Engagement des Sportes auch bei diesem Rheinland-Pfalz-Tag mehr als gelohnt“, zog LSB-Vize Fred Pretz am Ende dreier ereignisreicher Tage zufrieden Bilanz.

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