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29.09.2010


Lotto-Kunstpreis zum 13. Mal verliehen

Ministerpräsident Kurt Beck und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger ehrten die Preisträger bei Lotto Rheinland-Pfalz in Koblenz

Koblenz. „Fritz Walter“ – so lautete das Motto des 13. Kunstpreises von Lotto Rheinland-Pfalz unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger. Für den Literaturwettbewerb wurden rund 200 Einsendungen in Kurzgeschichten und Lyrik eingereicht. Die Preisträger wurden nun in der Zentrale des Koblenzer Glücksspielunternehmens mit Preisgeldern in Höhe von 15.000 Euro geehrt.

Erstmalig in der über zwanzigjährigen Geschichte des Kunstpreises von Lotto Rheinland-Pfalz wurde das Thema einer einzigen Person gewidmet: Und wer anders konnte es sein, als Fritz Walter, das größte Aushängeschild des rheinland-pfälzische Sportes. So suchte das Glücksspielunternehmen aus Koblenz Kurzgeschichten und Lyrik zum 90. Geburtstag der größten Legende des deutschen Fußballs.

„Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Herzlichkeit, Heimatverbundenheit und Fairness waren Fritz Walters wichtigste Tugenden“, sagte Lotto-Geschäftsführer Hans-Peter Schössler während der Preisverleihung in der Koblenzer Lottozentrale – und fügte hinzu: „Die Texte des Kunstpreises 2010 von Lotto Rheinland-Pfalz spiegeln viele Facetten des einzigartigen Sportlers und Menschen Fritz Walter wider. Wir hoffen, dass wir Ihm damit ein würdiges Andenken anlässlich seines 90. Geburtstages am 31. Oktober 2010 bereitet haben.“

Darüber sprachen auch die beiden Schirmherren des Wettbewerbes, Ministerpräsident Kurt Beck und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, in einer Interviewrunde, die von ZDF-Sportreporter Wolf-Dieter Poschmann geleitet wurde.“ Es ist wichtig, sich solche Lebenswege in Erinnerung zu rufen“, sagte der Ministerpräsident: „Fritz Walters Charakter sollte als Vorbild dienen.“ DFB-Präsident Theo Zwanziger ergänzte: „Wir sollten Menschen nie am lieben Gott messen. Auch ein Fritz Walter hatte Schwächen.“

Der Jury, unter dem Vorsitz von Professor Wolfgang Düsing (Literaturwissenschaftler an der Universität Mainz) lagen rund 200 Einsendungen zur Auswahl vor. Um objektiv und unbeeinflusst durch Namen urteilen zu können, hatten den Jury-Mitgliedern Manuskripte ohne Verfassernamen vorgelegen.

Zur Jury gehörten neben Düsing auch ZDF-Sportmoderator Wolf-Dieter Poschmann, Stefan Kuntz (Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern), Staatssekretär Roger Lewentz (Vorsitzender der Fritz-Walter-Stiftung), Claus-Dieter Gerke (Sportchef des SWR-Fernsehens) sowie Dieter Noppenberger (Vorsitzender der Lotto-Gesellschafterversammlung).

Den ersten Preis in Höhe von 5.000 Euro bekam Andreas Noga aus Alsbach im Westerwald für sein Gedicht „mitspielen“. Er thematisiert darin das „Fritz-Walter-Wetter“, das ein Synonym für Regen wurde und so bei jedem Regentropfen an die unvergessliche Pfälzer Fußball-Legende erinnert.

Der zweite Preis in Höhe von 3.500 Euro ging an den Kaiserslauterer Dirk A. Leibfried, der in seiner Geschichte „Das Spiel seines Lebens“ an die Zeit von Fritz Walter erinnert, die er als Kriegsgefangener in Rumänien verbrachte und in der er durch seine Fußballkunst der Verlegung nach Sibirien entging. Eine Geschichte, die die Ängste und Hoffnungen nach dem Krieg eindrucksvoll einfängt.

Den dritten Preis (2.500 Euro) gewann Bettina Hoffmann-Günster aus Westerburg für ihr Gedicht „Wer?“. Sie beschreibt darin ebenso eindrucks- wie humorvoll die Faszination, die der Fußballer Fritz Walter auch auf Menschen ausübt, die sich nicht für die schönste Nebensache der Welt interessieren.

Platz vier und 1.000 Euro gingen an Gregor Schürer aus Bad Neuenahr-Heimersheim für seine Geschichte „Himmlischer Dialog“. Sehr einfühlsam erzählt er von einem fiktiven Treffen im Himmel, bei dem Fritz Walter und Robert Enke miteinander ins Gespräch kommen.

Weitere Preise im Wert von je 500 Euro gingen an Jürgen Gebhardt (Neuhäusel), Karin Klee (Wadern), Annemarie Lehmann (Billigheim-Ingenheim), Ludolf Oster (Kaifenheim), Dominik Schneider (Rehborn) und Melanie Winter (Neustadt/Wied). Die Preisträgergeschichten sowie 20 weitere Beiträge sind in einer Anthologie festgehalten, die ein unterhaltsames Dokument des Kunstpreises ist. Die Exemplare gibt Lotto Rheinland-Pfalz unentgeltlich an Freunde des Unternehmens und gemeinnützige Institutionen weiter.

Mit der Vergabe des Kunstpreises leistet Lotto Rheinland-Pfalz in diesem Jahr schon zum 13. Mal einen Beitrag zur Förderung der Kunst in Rheinland-Pfalz und bietet  Nachwuchskünstlern eine Chance, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentierten. Den Kunstpreis gibt es seit 1989.

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