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22.02.2010


Eine Zukunft ohne Sport wäre undenkbar

2. Koblenzer Sportkongress beschäftigte sich mit Zukunftsfragen des organisierten Sportes – Reiner Calmund hielt Eröffnungsreferat - Mehr als 800 Teilnehmer waren begeistert

„Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, die Zukunftsfähigkeit des organisierten Sportes sicherzustellen. Wir verstehen dies als Auftrag unserer 3300 Vereine mit ihren 660.000 Mitgliedern.“ Dies sagte der  Präsident des Sportbundes Rheinland, Fred Pretz, zur Eröffnung des 2. Koblenzer Sportkongresses mit dem Leitthema „Zukunft Sport“. Weit mehr als  800 Teilnehmer und Gäste waren gekommen, um sich in rund 60 Veranstaltungen mit Zukunftsfragen der Sportvereine und Sportverbände zu beschäftigen. Dem Motto entsprechend ging es primär nicht darum, Rückschau zu halten, sondern gemeinsam mit namhaften Wissenschaftlern und weiteren Experten Perspektiven für eine viel versprechende Zukunft des Sportes zu entwickeln.


Mehr als 800 Teilnehmer lauschten der Rede von 
Reiner Calmund beim 2. Koblenzer Sportkongress

„Wir müssen bereit sein, bisher Geleistetes kritisch zu hinterfragen und für neue Wege offen sein“, formulierte Pretz den Anspruch. Der SBR-Präsident lud alle dazu ein, an diesem Prozess mitzuwirken. „Ob Vereinsvorstände, Trainer, Übungsleiter, Sponsoren oder Politiker, alle müssen ein elementares Interesse daran haben, dem Sport eine gute Zukunft zu bescheren. Denn ohne Sport wäre unser Gemeinwesen um Vieles ärmer, es wäre ohne ihn nicht denkbar“, sagte Pretz.

Als „Eisbrecher“, wie er es selbst formulierte, agierte in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle der ehemalige Manager des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, Reiner Calmund. „Iron-Calli“ hielt eine flammende Rede für ein fortschrittliches Vereinsmanagement. „Diejenigen, die der Tradition huldigen, bewegen nichts, damit schießt man keine Tore, gewinnt man keinen Titel und sichert vor allen Dingen keine Umsätze“, sagte Calmund. Der Manager führte auf, wie wichtig es auch für nicht Leistungssport orientierte Vereine ist, Marketing und Sponsoring zu betreiben und sich damit letztlich auch gesellschaftlich und öffentlich zu positionieren. Dies allein führe allerdings nicht zum Erfolg. Leidenschaft und Teamgeist seien immer noch die größten Erfolgsgaranten. Werteprinzipien, die dem Sport eigen sind, würden mehr denn je auch in Unternehmen als Fundament des Erfolges anerkannt.

Die Veranstaltungen des Kongresses gruppierten sich unter sieben Themenblöcken. Diese lauteten: „Sport und Freizeit“, „Sport und Schule“, „Sport und Wissenschaft“, „Sport und Verbände“, „Sport und Kommunikation“, „Sport und Ehrenamt“ sowie „Sport und Finanzen“. Nach einem Hauptreferat zu jedem Themenblock folgten zahlreiche Kurse und Workshops in Theorie und Praxis.

Am Ende der Veranstaltung -  bei der der großen Kongressparty - zog SBR-Präsident Fred Pretz eine überaus positive Bilanz. „Ich bin überwältigt von der Resonanz sowohl von Seiten der Teilnehmer als auch von Seiten der Referenten. Dies ist für uns Auftrag und Ansporn, den dritten Koblenzer Sportkongress in Angriff zu nehmen.“

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