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08.11.2011 Öffentlichkeitsarbeit zwischen Pflicht und Kür Sportwissenschaftliches Forum des Sportbundes Rheinland zum Thema Kommunikation Welches Bild hat die Öffentlichkeit von Ihrem Sportverein oder Ihrem Sportverband? Wie kommt dieses Bild zustande? Wie präsentieren Sie Erfolge Ihres Vereins und wie reagieren Sie in Krisenzeiten? Welchen Stellenwert hat bei Ihnen die Öffentlichkeitsarbeit? Ist sie nur lästige Pflicht oder eine angenehme Kür? Dies waren nur einige Inhalte, die beim Sportwissenschaftlichen Forum des Sportbundes Rheinland in Vallendar zur Sprache kamen. Das diesjährige Forum war dem Thema „Sport und Kommunikation“ gewidmet. Den Hauptvortrag hielt der renommierte Kommunikationswissenschaftler Professor Dr. Dr. Josef Hackforth von der Technischen Universität München zum Thema „Vereine im Licht der Öffentlichkeit“.
„Wissen Sie, welches Bild die Öffentlichkeit und Ihre Mitglieder von Ihrem Verein oder Ihrem Verband haben?“, fragte Hackforth ins Podium. Die Beantwortung dieser Frage sei unerlässlich, um wirksam Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben „Nur dann können Sie agieren.“ Die Wirklichkeit sehe aber meist anders aus. Defizite in den internen Strukturen, mangelnde Transparenz und lange Entscheidungswege verhinderten oftmals eine effektive PR-Arbeit. „Da geht eine Pressemeldung durch zehn Instanzen, und am Ende erkennt die PR-Abteilung den ursprünglichen Text nicht mehr wieder“, berichtete Hackforth aus den Erfahrungen seiner Beratertätigkeit, um zu der Grundaussage zu kommen. „Eine gute PR-Arbeit beginnt zu Hause. Schaffen Sie die Kommunikationsvoraussetzungen, damit Öffentlichkeitsarbeit gelingt.“ Dabei sei es unerlässlich, klare Ziele, die ein Verein oder Verband verfolgt, festzulegen. „Wo keine Ziele definiert sind, gilt alles Denkbare als Erfolg“, sagte der Kommunikationswissenschaftler. Hackforth rief zudem die Entscheidungsträger in den Vereinen dazu auf, sich den elektronischen Medien zu öffnen. „Der Weg führt zur Multimediakommunikation die orts- und zeitunabhängig ist. Untersuchungen zeigen, dass die Printmedien für die Informationsbeschaffung immer weniger genutzt werden. An Facebook führt heute kein Weg mehr vorbei“, so weitere seiner zentralen Aussagen. Harsche Kritik äußerte Hackforth in der Bewertung und Darstellung des Sports im Fernsehen. Mit ihrer Fokussierung auf den Leistungssport, und hier besonders den Fußball, unterliefen die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ihren eigentlichen Auftrag. „Hier wird nur ein Bruchteil dessen dargestellt, was den Sport ausmacht“, sagte Hackforth. „Ich habe dem DOSB diesbezüglich empfohlen, Verfassungsbeschwerde einzulegen.“ Genügend Anregungen und Zündstoff für die anschließende Diskussionsrunde. Ist professionelle PR-Arbeit in Sportvereinen überhaupt möglich? Ist das Ehrenamt damit überfordert? Wie schaffe ich es, ein Bewusstsein für Öffentlichkeitsarbeit in meinem Verein zu schaffen und dies als eine Aufgabe aller begreifbar zu machen? Wie kann ich Sponsoren für meinen Verein begeistern? Wer gestaltet mir die Homepage? Mit welchen Themen platziere ich meinen Verein in der Zeitung? Fragen, die in aller Offenheit diskutiert und in den anschließenden Workshops vertieft wurden. Überaus zufrieden äußerte sich am Ende der Veranstaltung der Präsident des Sportbundes Rheinland, Fred Pretz: „Allein durch Ihre Teilnahme zeigen Sie, wie wichtig Ihnen das Thema Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ist. Wir können Ihnen zwar keine Patentrezepte liefern, aber wir geben Ihnen genügend Anregungen und Impulse mit auf den Nachhauseweg.“ Die Workshops |
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Sponsoring im Verein – keine Frage der Größe: Sebastian Ackerman von den Rheinisch Westfälischen Elektrizitätswerken (RWE) stellte das Sponsoringkonzept des Energieunternehmens vor, das auch auf den Breitensport abgestimmt ist. Seine Grundaussage: RWE unterstützt auch kleinere Vereine, wenn sie mit pfiffigen Ideen und originellen Projekten aufwarten. |
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Mein Verein in der Zeitung – wie-wo-was: Stefan Lebert (Rhein-Zeitung) stellte die Medienlandschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz und die Regionalstruktur der Rhein-Zeitung vor. Er erläuterte die Bedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Redaktionen auf der einen Seite sowie Sportvereinen und -verbänden auf der anderen Seite. |
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Internet - eine Chance für die Zukunft: Das „Aushängeschild“ des Vereins ist die Homepage. Wie sollte sie aufgebaut sein, welche Inhalte sollte sie vermitteln? Welche Rolle werden künftig die social networks spielen? Welche Chance und Risiken sind mit ihnen verbunden? Wolfgang Frank (Pluspol) stand kompetent Rede und Antwort. |
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Der Übungsleiter in der Öffentlichkeit: Auch Übungsleiterinnen und Übungsleiter leisten in ihren Stunden Öffentlichkeitsarbeit und tragen zum Image des Vereins bei. Wie wirken Körperausdruck, Sprache und Wortwahl auf den Gegenüber? Dr. Beate Frank (Spürhin) machte dies mit professionellen Übungen erfahrbar. |
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