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06.08.09


„Ich finde meine Sportart“: Eine Ferienfreizeit der besonderen Art

Es ist sicherlich ein Projekt mit Vorbildcharakter: Im Hunsrückort Sohren tummeln sich derzeit rund 60 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren in einer Ferienfreizeit der besonderen Art. Von morgens früh bis zum späten Nachmittag steht die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt jeder Stunde. Die Kids lernen die verschiedensten Sportarten kennen, tummeln sich in freier Natur in Feldern und Bächen, erklimmen Bäume und Felsen. Schließlich steht noch der Besuch eines Fußballländerspiels der Frauen zwischen Deutschland und Russland in Bochum und eine Besichtigung des Flughafens Hahn auf dem prall gefüllten Plan. Initiator der Freizeit, die unter dem Motto „Ich finde meine Sportart“ steht, ist der Sportkreisvorsitzende des Sportkreises Rhein-Hunsrück, Walter Desch. „Die Idee zu dieser Freizeit kam mir in einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses“, sagte Desch in einer Pressekonferenz in Sohren. „Von den verschiedensten Organisationen werden die unterschiedlichsten Freizeiten im Rhein-Hunsrück-Kreis angeboten. Wir wollen diese mit unserer Aktion nicht kopieren, sondern mit Inhalten füllen, die der Intention des Sportes entsprechen. So soll es ein Ziel der Freizeit sein, die Kinder für eine Sportart zu begeistern und für eine Mitgliedschaft im Sportverein zu gewinnen. Entsprechend groß war das Interesse der Sportvereine der Region, ein so genanntes „Schnuppertraining“ in den unterschiedlichsten Sportarten durchzuführen. Überhaupt: Ohne die Mitarbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer  sowie der Unterstützung heimischer mittelständischer Unternehmen, der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück und des Sportbundes Rheinland über die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz wäre eine solche „all inclusive“ Betreuung nicht denkbar und für viele Familien auch nicht finanzierbar. Angetan von der Idee ist auch der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Bertram Fleck, unter anderem auch deshalb, weil Desch ihn von der pädagogisch-sozialen Dimension und der Nachhaltigkeit des Projektes überzeugen konnte. „Ich habe gerne die Schirmherrschaft übernommen, weil das Programm in besonderer Weise auf die Bedürfnisse der Kinder eingeht“, sagte Fleck. So konnte denn auch Campleiterin Dagmar Johnen (Frauenvertreterin des Sportkreises Rhein-Hunsrück) schon nach den ersten beiden Tagen berichten, dass die Grundlagen für einen weiteren erfolgreichen Verlauf des Sportcamps gelegt sind. Denn durch eine klar geregelte Camp-Ordnung muss jeder seinen Beitrag für ein Gelingen der siebentägigen Freizeit leisten. Nach deren Ende ist nach Aussage von Walter Desch geplant, Kontakt mit Sportvereinen des Rhein-Hunsrück-Kreises aufzunehmen, um besonders auch Kindern aus sozial schwachen Familien eine Mitgliedschaft zu ermöglichen.


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