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27.04.2010
Auch
Spitzenathleten lieben den „Orden“ Wie kommt es, dass sich ein Spitzenathlet über Jahre in den Disziplinen des Sportabzeichens übt? „Das ist irgendwann zum Selbstläufer geworden“, sagt Kessler, der bereits seit 47 Jahren dem Leichtathletik-Club Neuwied als Vorsitzender vorsteht und damit eine weitere Ausnahmeleistung im organisierten Sport vorweisen kann. In der Tat: In Kesslers Verein hat die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens Tradition, und für viele ist es eine angenehme Pflicht. Der Vorsitzende geht in seinem Verein Jahr für Jahr mit gutem Beispiel voran und dies lange Zeit ungeachtet seines hohen Trainingspensums als Mittel- und Langstreckenläufer. Heute sind die Anzahl der Kilometer, die Kessler auf der Straße unterwegs ist, stark reduziert. Aber das Training fürs Sportabzeichen - den ältesten deutschen Sportorden - möchte er nicht missen. Und dabei peilt der Senior noch weitere Rekorde an. „Für mich stellt das Training zum Deutschen Sportabzeichen die beste Gelegenheit dar, meine körperliche Fitness zu testen“, sagt Kessler. „Die Ausdauer bringe ich eh mit, aber die Geschicklichkeit und Koordination lassen im Alter nach. Diesen Prozess kann man mit regelmäßigem Training zwar nicht aufhalten aber stark verlangsamen.“
Monika Sauer und Fred Pretz konnten denn auch bestens gelaunt einen „Fast-Rekord“ bei den Sportabzeichen-Abnahmen des Sportbundes Rheinland vermelden. „Mit 25.160 Abnahmen haben wir das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten erzielt. Dies sind nur 256 Verleihungen weniger als im Rekordjahr 2008“, sagte Sauer nicht ohne Stolz. In diesem Zusammenhang dankte Sauer der Barmer Ersatzkasse, die sich besonders beim Sportabzeichen der Schulen engagiert und dafür sorgt, dass der Anteil Kinder und Jugendlicher in der Gesamtbilanz besonders hoch ist. Mit zu diesem Erfolg beigetragen hat auch die Familie Thomas und Sonja Krautkrämer mit den Kindern Lara, Markus und Katja. Als Belohnung für ihren tollen Einsatz darf sich die Sportabzeichenfamilie des Jahres 2009 auf einen Besuch im „Movie Park“ bei Bottrop freuen. Fred Pretz rief schließlich alle Ausgezeichneten dazu auf, offensiv fürs Sportabzeichen und den Vereinssport zu werben. „Holen Sie die Leute in den Sportverein, damit sie erfahren, wie bereichernd gemeinsames Sporttreiben sein kann.“
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