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Die
Blassportgruppe Süd-West, eine Tanzgruppe des Sportbundes Rheinland und der
BUGA-Projektchor sorgen auf der schwimmenden Bühne für Unterhaltung. Hinzu
kommen Darbietungen des Sportbundes Rheinland mit Segel- und Ruderbooten auf
dem Wasser, gastronomische Angebote sowie verschiedene Infostände. Der
Jugendrat, der bereits in einer ersten Spendenaktion im Rahmen von
„Koblenz spielt“ 150 Tageskarten für sozial benachteiligte Kinder und
Jugendliche gesammelt hatte, setzt diese Aktion zur Einweihung der
Rheinstufen gemeinsam mit dem BUGA-Freundeskreis fort. Die Moderation dieses
Festes, das gegen 20:00 Uhr ausklingen wird, übernehmen die Koblenzer
Comedians Willi und Ernst. Möglich
geworden ist dieses Fest zur Einweihung der Rheinstufen durch die großzügige
Unterstützung der Koblenzer Elektrizitäts- und Verkehrsbetriebe (KEVAG).
„Wir haben bereits vor einem Jahr das BUGA-Baustellenkonzert vor dem Kurfürstlichen
Schloss gefördert und sehen das Rheinstufenfest als weiteren Baustein eines
umfangreichen Engagements für die BUGA Koblenz 2011“, so KEVAG-Vorstand
Bernd Wieczorek.
Derzeit verhandeln Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH und KEVAG über ein
Sponsoringpaket, das bald der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die
Rheinstufen sind Teil des Siegerentwurfs des Bonner Büro rmp
Landschaftsarchitekten Stephan Lenzen, das im Dezember 2006 den Ideen- und
Realisierungswettbewerb zur Bundesgartenschau Koblenz 2011 für sich
entscheiden konnte. Schon damals konnten die Rheinstufen – eine tribünenartige
Sitzstufenanlage am Konrad-Adenauer-Ufer hinter dem Kurfürstlichen Schloss
– die Jury überzeugen. Hinter diesem Entwurf steckt die Idee, eine durchgängige
Achse von der Schlossstraße durch das Schloss, den Schlossgarten und die
Preußische Mauer bis an die Rheinstufen zu schaffen. Diese neue
Wegebeziehung ist für BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas ein besonderes
Element der städtebaulichen Entwicklung: „Damit wird die Verbindung von
Innenstadt und Rhein gestärkt und der Rhein endlich erlebbar gemacht.
Den Bürgern wird der Zugang zum Wasser ermöglicht, und es entsteht eine Fläche
mit hoher Aufenthaltsqualität zum Verweilen.“ Obwohl
im Rahmen der BUGA-Baumaßnahmen entstanden, werden die Rheinstufen später
nicht im BUGA-Gelände liegen, sondern auch ohne Eintrittskarte erreichbar
sein. Dies gilt auch für die Rheinpromenade, von der lediglich der
Abschnitt zwischen der Talstation der Seilbahn und dem Deutschen Eck eingezäunt
sein wird. Bis Ende 2010 verwandelt sich das komplette Konrad-Adenauer-Ufer
zu einer großzügigen Promenade. Im November 2009 hat hier die Verlegung
von 12.000 Quadratmeter hochwertigen Natursteinbelags begonnen, der
sogenannten rheinischen Grauwacke. Sowohl
von ihrer Lage als auch von ihrer Länge von 105,20 Metern entsprechen die
Rheinstufen dem Mittelteil des Schlosses. Die zwölf Sitzstufen überwinden
eine Höhendifferenz von 6,40 Metern. Diese werden nach der siebten Stufe
durch ein 3,60 Meter breites Mittelpodest unterbrochen. Die unterste Stufe
reicht auch bei Niedrigwasserstand bis ins Wasser. Zwei Gehstufenläufe führen
von der Promenade zum Mittelpodest. Die Breite der Stufenanlage variiert
durch den schrägen Verlauf der Ufermauer, die gleich einer Bastion über
die Stufenanlage ragt. Die
Bauarbeiten zu den Rheinstufen haben im April 2009 begonnen. Die Ufermauer
wurde vor Ort als Sichtbetonoberfläche gegossen. Sämtliche Stufen wurden
als Betonfertigteile im Werk vorgefertigt und angeliefert, wobei an alle
sichtbaren Oberflächen höchste gestalterische Anforderungen gestellt
wurden. Die Gründung der Stufenanlage erfolgte auf einer Tonschieferschicht
im Untergrund. Diese wurde über bis zu 14 Meter lange und im Durchmesser
bis zu 0,75 Meter breite Bohrpfähle aus Stahlbeton verankert. Die
Tragkonstruktion für die Stufenfertigteile bildet ein Rahmenrost aus
Betonfertigteilen. Zur Herstellung der Bohrpfahlreihen und der darüber
liegenden Pfahlkopf- und Tribünenbalken wurde eine Baugrube ausgehoben, die
umlaufend durch einen wasserdichten Spundwandverbau gesichert war. Die
Rheinstufen werden nachts durch vier Mastleuchten von der Promenade aus
beleuchtet. Der rheinseitige Rand des Mittelpodestes wird durch ein
Lichtband zusätzlich gekennzeichnet.
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