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18.04.2008


Sportbund Rheinland und VG Vordereifel ehrten Sportler mit Vorbildfunktion

Im Rhythmus von zwei Jahren ehrt die VG Vordereifel Sportlerinnen und Sportler, die mit besonderen Leistungen aufwarten können. In Kooperation mit dem Sportbund Rheinland zeichnete die VG nun zusätzlich drei Sportler aus, als  Würdigung ihrer bisherigen gesamtsportlichen Lebensleistung. Die Ehrung nahm Bürgermeister Dr. Alexander Saftig sowie der Präsident des Sportbundes Rheinland, Fred Pretz, vor.

v.l.n.r.: Klaus-Dieter Heimermann, Bürgermeister Dr. Alexander Saftig, Präsident des Sportbundes Rheinland Fred Pretz, Jörg Holzem und Hans Albert Still



"Heute möchten wir einige, ganz wenige Sportler auszeichnen und zwar solche, die über einen außerordentlich langen Zeitraum oder unter besonders schwierigen Bedingungen sportlich erfolgreich sind und für die der Sport eine ganz eigene Bedeutung hat", so Dr. Saftig. Er führte weiter aus, dass im Leben der zu Ehrenden der Sport eine besondere Rolle spielt und sie damit Vorbild für andere sind.

"Sport hat eine integrative Wirkung. Durch Sport kann man zudem die Leistungs- und Koordinationsfähigkeit verbessern, das Wohlbefinden steigern und dafür sorgen, dass man ausgeglichener ist", ergänzte Fred Pretz und machte als Präsident des Sportbundes Rheinland Werbung für den Sport.

 

Geehrt wurden:

Hans Albert Still, Ettringen
Sein Name taucht regelmäßig bei den Sportlerehrungen der Ortsgemeinde Ettringen und der VG Vordereifel auf. Ein Leichtathlet der seit Jahrzehnten kontinuierlich trainiert und erfolgreich an Meisterschaften teilnimmt. Bei der letzten Sportlerehrung im Jahr 2007 wurde Still als neunmaligen Rheinland-Meister geehrt und zwar über die Distanzen 800 Meter, 1500 Meter, 5000 Meter, 10.000 Meter Straße, 10.000 Meter Bahn, Crosslauf und Halbmarathon. Zu diesen Einzelsiegen kommen Mannschaftserfolge hinzu. Als Würdigung der gesamtsportlichen Lebensleistung erhielt Hans Albert Sill ein Präsent. Mit seiner Haltung ist er ein Vorbild für viele Sportlerinnen und Sportler und ganz besonders für die Jugend, so Saftig.

Klaus-Dieter Heimermann, Münk und Jörg Holzem, Arft
Beide wurden durch Unfälle querschnittsgelähmt, so dass der Rollstuhl wesentlicher Bestandteil ihres täglichen Lebens wurde. Nach langen Krankenhausaufenthalten und Reha-Maßnahmen fanden beide zum Rollstuhlrugby, eine Sportart, die alles andere als zimperlich ist. Hier wird eine sportliche und taktische Meisterleistung verlangt, will man den Ball behaupten und das Spiel gewinnen. Beide sind in ihrem Sport international tätig bzw. tätig gewesen. Sie haben an den Weltmeisterschaften in Neuseeland teilgenommen. Sie waren sportbedingt in Kanada, wiederholt in den USA und haben dort große internationale Turniere gespielt. Mit der Mannschaft "Speedos" Koblenz spielen sie in der Bundesliga und waren in der Champions-League mit der Mannschaft "Rebels" Koblenz vertreten.
Während Klaus-Dieter Heimermann sich seit Kurzem ein wenig aus dem internationalen Geschehen zurück gezogen hat, ist Jörg Holzem, der auch an den para-olymischen Spielen in Athen teilgenommen hat, weiterhin im internationalen Geschehen tätig. Ausgezeichnet wurde beide dafür, dass sie über den Sport eine schwierige Lebenssituation gemeistert haben, dass es ihnen gelungen ist, eine Lage, die für sie nach dem Unfall aussichtslos erschient, mit Hilfe des Sportes in gute Bahnen zu lenken.

"Dieses Verhalten wird Menschen, die ein ähnliches Schicksal erleiden helfen, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen", ist sich Bürgermeister Dr. Saftig sicher. Dr. Alexander Saftig und Fred Pretz machten deutlich, dass es bei der Ehrung nicht darum geht, die aktuellen sportlichen Erfolge hervorzuheben, sondern um die Menschen, denen der Sport aus einer schwierigen persönlichen Situation heraus geholfen hat.


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