21.10.2008
„Rettet
die Schmitzebud“
Traditioneller Treffpunkt von Radfahrern aus dem gesamten Rheinland vor dem
Aus
Für
den Erhalt des ältesten deutschen Radsport-Kiosk „Schmitzebud“ in Köln
hat sich eine Netzwerk-Initiative gegründet. Unter dem
Motto „Rettet die Schmitzebud“ setzt sich eine vierköpfige
Gruppe, bestehend aus Rennradfahrern und ortansässigen Bürgern dafür ein,
das Gelände sowie den bei Radfahrern bundesweit bekannten Verkaufspavillion
auch in Zukunft entsprechend seiner über 100jährigenTradition – entgegen
den Plänen der Politik - zu nutzen.
Das am östlichen
Kölner Naherholungsgebiet Königsforst
gelegene Büdchen war 1898 zur Einweihung der dort endenden
Stadtbahnverbindung gegründet worden. Seitdem war die nach ihren
zeitweiligen Besitzern genannte „Schmitzebud“ Anlaufpunkt für Wanderer
und Naherholungssuchende. Bundesweiten Kultstatus erlangte der Kiosk
dadurch, dass er bereits seit den 30er Jahren Anlaufpunkt für Radrennfahrer
ist. Lebende Radrennfahrlegenden wie der ortsansässige Rolf Wolfshohl
(u.a.3x Weltmeister, 14 x deutscher Meister im Radcross,
Tour-de-France-Etappensieger), der rheinland-pfälzische Radprofi Rudi Altig,
der Kölner Ex-Radprofi Karl-Heinz Kunde (u.a. 3 x deutscher Meister, Träger
des gelben Trikots der Tour de France) oder der als ARD-Radsportkommentator
bekannte Ex-Radprofi Marcel Wüst nutzten die „Schmitzebud“ als
Verpflegungsstation und Ausgangspunkt für ihre Trainingsfahrten ins
Bergische Land.
Die „Schmitzebud“
diente darüber hinaus jahrelang als Ausgangspunkt für das so genannte
„Bergische Karussell“, eine sonntäglich stattfindende permanente
Radtouristikfahrt (RTF). An Wochenenden genauso wie Werktagen fungiert die
„Schmitzebud“ als Treffpunkt Hunderter Radfahrer aus dem gesamten
Bundesgebiet, darunter Profis, Amateure und Hobbyfahrer – insbesondere aus
dem benachbarten Rheinland-Pfalz.
Weitere Informationen:
www.rettet-die-schmitzebud.de oder
www.schmitzebuedchen.de
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