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01.10.2008 Keine Angst vor Konflikten - SBR-Informationstag für Seniorenberater/innen und Übungsleiter/innen Seniorensport widmete sich einem immer aktuellen Thema Kurt
Stiller blickt zur Begrüßung in die Runde und schätzt über den Daumen:
Vor mir sitzen rund 5000 Jahre Konflikterfahrung. Der Diplompädagoge von
der Polizeischule auf dem Hahn kennt sich schon von Berufswegen mit
Konflikten, deren Entstehung, deren Eskalation und deren Deeskalation
bestens aus. Die Klientel, die
er heute weiterzubilden hat, ist jedoch eine andere als gewohnt. Kurt
Stiller ist Hauptreferent beim Informationstag für Seniorenberater/innen
und Übungsleiter/innen Seniorensport des Sportbundes Rheinland.Schon nach kurzer Zeit wird klar: Mit der Verpflichtung von Stiller zum Thema „Umgang mit Störungen und Bewältigungen von Konflikten in Gruppen“ hat der SBR einen Volltreffer gelandet. Der Konflikt-Experte findet schnell eine Beziehung zu seiner Zuhörerschaft. Er nimmt die Angst vor der Thematik, weil er vermitteln kann, dass Konflikte etwas ganz Normales sind. Nur der Umgang mit ihnen entscheidet darüber, ob sie als Gewinn oder als Niederlage empfunden werden. Stiller erläutert die unterschiedlichen Konfliktarten und erarbeit an praktischen Beispielen im Seniorensport, was zum Beispiel ein Interessenkonflikt, ein Zielkonflikt, ein Bewertungskonflikt ist und wie der Übungsleiter darauf reagieren kann, denn, so die Botschaft von Stiller: „Erst wenn ich erkenne, wo der Konflikt liegt, kann ich daran arbeiten.“ Zustimmendes Nicken im Auditorium auch dann, wenn der Pädagoge erklärt dass Konflikte „Chancen für positive Veränderungen“ bieten, ein „persönlicher Erfahrungszugewinn“ sind oder die Grundlage für eine „Vertrauensbasis“ bilden können. „Letztlich geht es doch darum, für alle klar Verhältnisse zu schaffen. Wenn Ihnen das gelingt, geht es Ihnen und Ihrer Gruppe gut.“ Dass die Herausforderungen für Seniorenberater und Übungsleiter im Seniorensport künftig wachsen daran ließen sowohl SBR-Präsident Pretz bei seiner Begrüßung als auch die Moderatorin der Veranstaltung, Monika Sauer (SBR-Präsidiumsmitglied für Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport), keinen Zweifel. Der Seniorensport biete ein Wachstumspotenzial, dem Vereine mit attraktiven Angeboten und die Verbände mit sinnvollen Fortbildungen begegnen müssten. „Wir werden es in Zukunft in unseren Seniorensportgruppen verstärkt mit Altersdemenz und auch Altersarmut zu tun haben, um nur einige Probleme aufzuzeigen“, sagte Monika Sauer. Und Fred Pretz appellierte an alle, diese Herausforderungen offensiv anzugehen. Auch auf diesem Gebiet müssten die Sportvereine ihre „große gesellschaftliche Verantwortung“ unter Beweis stellen. Es ist guter Brauch, dass die SBR-Informationstage für Seniorenberater/innen mit heiteren, aufmunternden und besinnlichen Betrachtungen enden. Dr. Udo Richter nahm die Zuhörer/innen mit auf eine Zeitreise zu Betrachtungen des Glücks und erkannte hierbei über die Jahrhunderte hinweg und unabhängig von Kulturkreisen universelle Gesetzmäßigkeiten: „Ihre Perspektive, wie Sie das Leben betrachten, entscheidet darüber, ob Sie glücklich sind. Und Glück ist etwas, was Sie jeden Tag in sich groß ziehen müssen“, gab Richter allen mit auf den Nachhauseweg. Als Glückspilz
des Tages trat denn auch Maria Bohlen die Heimreise an. Möglich machte dies
der SBR-Partner "Holiday weltweit". Unter allen Teilnehmer/innen
des Informationstages fiel das Los auf die Seniorenberaterin beim Maifelder
Sportverein. Sie darf bei einem viertägigen Aufenthalt in einem
Wellness-Hotel die Seele baumeln lassen. |