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09.05.2008


Nach dem „Kriechgang“ ging´s zur Siegerehrung

Sportbund Rheinland ehrte die erfolgreichsten Vereine und Schulen
des Sportabzeichen–Wettbewerbes – Rahmenprogramm begeisterte Jung und Alt


Die Prüfungen zum Deutschen Sportabzeichen (DSA) müssten um eine Disziplin erweitert werden: Wie wär´s mit Kriechen in unterirdischen Gängen mittelalterlicher Burgen? Einen Probedurchgang machten jedenfalls die Gäste der diesjährigen DSA-Siegerehrung des Sportbundes Rheinland.

Ort des Geschehens war die Burg Rheinfels hoch über dem Rheinstädtchen St. Goar, ihrerseits die größte Burgruine Deutschlands. Nach einer ausgiebigen Besichtigung der Burg hieß es für alle „Auf die Knie und Kriechstellung einnehmen“. Und als sich die Minengänge öffneten, war klar, das dies mit Blick auf die Höhe, Enge und Dunkelheit der Gänge eine ganz besondere sportliche Herausforderung war. Eine originelle Idee, die allen ungeheuren Spaß machte. So ging es nach eineinhalb Stunden in bester Stimmung Burg abwärts in die Rheinfelshalle. Dort begrüßte Monika Sauer, SBR-Präsidiumsmitglied und verantwortlich für Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport“, die rund 100 Gäste aller Altersgruppen.

Sauer hatte mit guten Ergebnissen aufzuwarten. Konnte doch der SBR im vergangenen Jahr 24.821 Mal die begehrte Urkunde ausstellen, das zweitbeste Ergebnis überhaupt nach dem Mega-Rekord mit über 25.000 Verleihungen im Jahr 2006. „Mich freut es besonders, dass die Vereine bei der Abnahme des Sportabzeichens zugelegt haben“, sagte Sauer. Der leichte Rückgang bei den Schülerinnen und Schülern sei hingegen mit den Auswirkungen des demographischen Wandels aber auch mit strukturellen Problemen bei den Schulen zu erklären. Gleichzeitig dankte Sauer der Barmer Ersatzkasse, die unter anderem durch ihren Koblenzer Geschäftsführer Bernhard Scharpey vertreten war, für deren großes Engagement beim Sportabzeichen-Wettbewerb der Schulen.

Als es dann zur Siegerehrung ging, wurde einmal mehr deutlich: Der älteste Sportorden Deutschlandes verbindet Generationen im sportlichen Wettkampf. So appellierte auch SBR-Präsident Fred Pretz an alle Anwesenden im Saal, durch ihr Engagement weiter Werbung für das Sportabzeichen zu machen. „Wenn man mal dabei ist, merkt man schnell, dass man nicht nur fit wird, sondern dass man über den Sport auch jede Menge Spaß haben kann.“

Wie eine Familie im gemeinsamen Training für das Sportabzeichen zusammengeschweißt werden kann, konnten Vater Winfried, Mutter Margret sowie die Kinder Michael, Angela, Raphael und Andreas erfahren. Die Familie Prämassing von der DJK Oberwesel wurden als „Sportabzeichen-Familie das Jahres 2007“ geehrt und konnten sich als „Belohnung“ über einen Besuch im Phantasialand freuen.

Besonderen Spaß bei der Ehrung hatten diejenigen, denen eine außergewöhnliche Ehrung zuteil wurde. Dies waren Alfred Hofmann (Sportkreisvorsitzender Neuwied und Vorsitzender der DLRG Rengsdorf) mit dem 45. Sportabzeichen, Karl-Heinz Windheuser (50. Sportabzeichen, TV Engers), Utz Meseberg (50. Sportabzeichen, SSC Karthause) und Walter Napp (55. Sportabzeichen, PSV Remagen). Allen Vieren wurde für diese außergewöhnliche Leistung die Ehrengabe des Deutschen Olympischen Sportbundes verliehen.

Nach rund vier Stunden Programm waren sich die Gäste einig: Allein die Teilnahme an einer solchen Feier spornt dazu an weiter zu machen. Damit man auch in kommenden Jahr zur Siegerehrung eingeladen wird...


Wenn auch Sie und Ihr Verein es einmal mit dem Deutschen Sportabzeichen versuchen wollen – Auskunft erteilt: Mara Kozulovic, Tel.: (02 61) 1 35 – 1 03, E-Mail: Mara.Kozulovic@sportbund-rheinland.de


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